Donnerstag, 9.Februar

 

Für den Rückweg nach Dublin hatte ich zuhause einfach nur verschiedene Punkte zwischen A und B mit einer Linie verbunden und an Margret gesendet. Ob Anna gefallen wird, was da auf sie zukommt, weiß ich nicht. Ich weiß es nicht einmal für mich. Wir fahren einfach drauflos und schauen mal.


Stop Nummer 1 war ein kleines unterkühltes Frühstücksrestaurant, in dem es das gleiche gab, was man hier überall im englischsprachigen Raum bekommt. Ei, Speck, Würstchen, Kaffee.
Ob es den Menschen in irgendeinem Jahrhundert je zu den Ohren rauskommen wird?

Ziel Nummer 2 war Clonmacnoise.


Ein Friedhof mit angrenzenden Ruinen einer ehemaligen Burg. Denk ich. Und ja, es war windig und saukalt. Aber vermutlich ist es jeden Februar so.




Richtig zugig war es auch auf dem Dunamase Castle und je öfter ich darüber nachdenke, umso mehr frage ich mich, wie die Leute in ihren dünnen Stöffchen und Röckchen es hier vor Jahrhunderten ausgehalten hatten. Was hat sie warm gehalten?


Highlight Nummer 4 war Glendalough in den Wicklow Mountains, welches ebenfalls zu Irlands Top Sehenswürdigkeiten zählt.


Ich hab aufgehört zu zählen, aber es war Freidhof Nummer 12? 38? 47?
Ich meine, mich störts nicht. Ich mag Friedhöfe. Diese Art von Friedhöfe, bei denen man hofft, daß hinter irgendeinem Grabstein oder Rundturm ein Gnom oder Elfenkönig sitzt. Oder wie heißen diese irischen Sagengestalten?


Vom Wicklow Mountain NP war ich etwas enttäuscht. Natürlich sah es hier irisch aus und all die Schilder und kaum Bäume, aber irgendwie genügte mir das nicht. Irgendwas fehlte…


 

Freitag, 10. Februar

 

Letzter Tag und gefühlt der kälteste.
In Dublin hatten wir an Tag 1 und 2 schon das Wichtigste gesehen, aber es fehlte noch Kilmainham Goal, das ehemalige Gefängnis der Stadt und ich war mehr als gespannt, was wir da zu sehen bekommen würden.
Ich mache es kurz, da ich NICHT EIN EINZIGES FOTO geschossen hatte: es war eisig.
Ich kann es nicht oft genug erwähnen und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so sehr geklappert hatte, wie während dieser Besichtigungstour, die gefühlt Jahre dauerte. Keine Tiefkühlhausinventur am Jahresende ist so kalt, wie das Innenleben dieses Gemäuers.
Kaum zu glauben, daß es hier Leute Jahre aushielten.
Anna hat es gefallen, für mich war es definitiv das erste und letzte Mal.


An den Rest des Tages kann ich mich nicht mehr erinnern, nur daß wir gegen 19 Uhr im Flieger und 2 Stunden später im Auto auf dem Weg nach Hause saßen.




Fazit:


Mal abgesehen von der Kälte war Irland genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Grün.
Meist karg.
Dünn besiedelt.
Ein Platz zum Runterkommen.
Die Route war natürlich nicht optimal und alles schien mehr schlecht als recht zusammengewürfelt, aber es war gut genug, um sagen zu können: es war nicht die letzte Irlandreise.

(Genau 1 Jahr später war es wieder soweit, aber das wußten wir bis zum Januar 2018 selber noch nicht)
Was die Frage erübrigt, wie es mit Anna war. Für Kurzreisen definitiv zu empfehlen. ;)
Linksfahren: es war gut, daß ich einen Beifahrer und ein Automatikauto hatte. Zu leicht vergißt man, daß einem Autos auf der falschen Seite entgegen kommen. Linksfahren, rechts sitzen und Schaltgetriebe? NEVER !!!
Tanken funktioniert wie in Dt und die Preise sind ähnlich.
Motel-/Hotelzimmer sind speziell. Das mit den unterschiedlich breiten Betten muß ich nochmal recherchieren.
Positiv während der Tour war, daß in jedem Hotel ein Feuer im Kamin brannte. Die Atmosphäre ist gleich um vieles angenehmer.
Pubs: touristisch und meist rappelvoll. Ich mags etwas gediegener. Nix gegen Livemusik, aber ich bin halt keine 20 mehr.
Wetter: dicke Jacke highly recommended
Regen und Sonne wechseln sich minütlich ab. Aber kein Grund zur Panik. Man sieht alles nach wenigen Stunden sehr entspannt





                                 * * *  E N D E * * *