Freitag, der 7. Februar 2014


Ich mag ja Flüge nicht, die am Abreisetag erst weit nach dem Mittagessen starten. Man ist dann irgendwie so gefangen zwischen Stress und jeder Menge Zeit, die zu überbrücken ist.
Alle anderen hätten sich heute noch 2 Parks und 4 Gärten reingezogen, aber ich kann sowas nicht. Ich möchte am liebsten früh aufstehen, mich fertig machen, zum Flughafen fahren, das Auto abgeben und losfliegen. Heute mußte ich dagegen bis kurz vor 4 die Zeit totschlagen und verplemperte viel Zeit im Airportoutlet, weil ich immer noch nicht Dörtes Lieblingsschuhe gefunden hatte. Aber auch hier Fehlanzeige. Nur die üblichen Verdächtigen.
11 Uhr fuhr ich zum Mietwagenzentrum und verabschiedete mich von meinem Escape, der bis auf den holprigen Start meiner Tour, immer in Topform war. Ich würde immer wieder dieses Auto aussuchen.
Der Check in war dann usa-typisch am Automaten. Aber auch das ging fix und ich wurde im System gefunden.
Der Rest des Tages war pure Langeweile. Wäre ich nicht gleich nach der Kofferabgabe zum Gate gefahren, hätte ich sicher noch etwas schlendern können, aber das Gate selber ist zu kurz für 4 Stunden zum Überbrücken. Aber wie sagte schon ein weiser Mann: totale Fehlplanung


Irgendwann war es allerdings halb 4 und ich durfte im Flieger Platz nehmen und nach weiteren 8 Stunden wieder aussteigen.
Dazwischen gab es eins Komma fünf mal was zu essen und diverse Filmchen im vorhandenen Onboardentertainmentsystem, welches nur einmal ausfiel. Blöderweise landeten wir 1 Stunde vor der Zeit, was wiederum zur Folge hatte, daß die Warterei auf ein öffentliches Verkehrsmittel kein Ende nahm.
Irgendwann war aber auch ICH zuhause und war froh, diese Reise unternommen zu haben!


* * *


Fazit:


Meine innere Stimme hatte ja schon immer was gegen einen Floridaurlaub und sie sollte Recht behalten.
Allerdings muß ich fairerweise sagen, daß ich meinen Geburtstag kaum besser hätte begehen können. Es war meistens warm und sonnig und die Tier- und Pflanzenwelt dieses Tropenstaates war sehr kurzweilig. Allerdings waren mir da zu viele Menschen und Autos und Straßen unterwegs, womit ich so meine Probleme hatte.
Wenn ich diese Reise mit anderen in die USA vergleichen bzw. benoten müßte, so käme Florida mit einer 4- auf den letzten Platz. Soll es irgendwann noch einmal der sonnige Süden sein, dann bleibe ich im Norden Floridas und verbinde es mit Georgia oder Alabama oder irgendwas in Verbindung mit New Orleans zB.
Etwas mit mehr (Südstaaten-)Flair.

Thema Maut:
Das war ja mein Angstthema.
Und jetzt? Pippikram.
Einfach durch die Sunpass-Spur fahren, NICHT anhalten und 3 Wochen nach Rückkehr werden die Gebühren über die KK abgerechnet.

National- und State Parks:
alles sieht etwas heruntergekommen und modrig aus. Vermutlich spielt das Klima da eine entscheidende Rolle. Regen und Hurricanes sind auf Dauer keine gute Mischung.

Lebensmittel sind hier übrigens nur halb so teuer wie im Westen der USA. Ansonsten gibt es keine großen Unterschiede zu Nevada oder Utah. Trotzdem geht es 2015 mal wieder in die rote Steine-Gegend. Es wird Zeit für ein bisschen Ruhe