Fazit:



Es sollte der beste Urlaub werden, den ich je geplant hatte. Es war perfekt durchdacht und kalkuliert.
Doch dann kam die Regierung der USA und hat mit ihrer Sturheit alle meine Pläne von jetzt auf gleich durch den Reißwolf gejagt.
Man rechnet mit vielem wenn man 3 Wochen USA-Reise vorbereitet. Da sind das Wetter, die Unterkunft, der Transport, fehlendes Geld oder Unfälle, Krankheiten und Umwege. Aber das einem sprichwörtlich alle Sehenswürdigkeiten unter dem Arsch weggerissen werden, an sowas denkt man als letztes. Wenn überhaupt. Sie sind der Hauptgrund, weswegen man da rüber fliegt. Auf Nationalparks und Monumente baut sich die ganze Planung auf. Außer, man steht auf Züge, Beachpartys in Florida oder Ski fahren in den Rockys.
Es war ein schrecklicher Moment, als die Lady im Motel sagte, daß die Regierung alles geschlossen hat und man nirgendwo mehr rein kann.
Die nächsten 17 Tage kurvte ich also durch Kalifornien und mußte vor jedem geplanten Punkt überlegen, ob es machbar oder geschlossen war. Alle Alternativen, die ich hatte, waren State Parks oder Landschaften, die auch ohne Behörden sehenswert waren, wie der Pazifik und dessen Küste. Ich hatte aber wirklich keinen Spaß mehr. Nicht, daß die State Parks hässlich waren oder die Missionen, aber es war planungstechnisch komplizierter. Man mußte Parkplätze suchen und zum Teil bezahlen, Eintritt sowieso und Infomaterial gab es auch weniger oder gar keins. Von Postkarten ganz zu schweigen. Ich hab noch nie so wenig geschrieben, wie dieses Jahr. Alles fühlte sich jedes Mal nur nach Notlösungen an.
Und als ich dann ans Meer kam, versaute mir der Hochnebel die ersten Tage. Big Sur und man sieht nichts. Das ist nicht schön.
In San Francisco war sogar ein Strand abgeriegelt und einige Leuchttürme waren verschlossen. Schon nach 10 Tagen war praktisch die Luft raus. Klar, ich war in Kalifornien und meist schien die Sonne und das Essen war wie die Jahre davor und auch sonst war es wie immer, die Straßen, die Autos, Schilder, Menschen, die Kulisse und Landschaft und trotzdem war ich die ganze Zeit geknickt.
Als am 17. dann alles wieder geöffnet wurde, mußte ICH meine Koffer packen. Und während ich so packte, sagte ich mir: Nächstes Jahr wird alles besser !!!



Statistik:

Flug:                     723€ (US Airways, zu spät gebucht, daher so teuer)
Auto:                    480€ (Midsize SUV, gebucht über Rabattlink bei Alamo.de)
Sprit:                    287€ + kostenlose 1. Tankfüllung (Ø 3,70$/Gal)
gefahrene Meilen: 3121
gefahrene km:      4994
Motels:                  650€ (873$)   2 Motels mit Wyndhampunkten bezahlt
Rest:                     400€ (Verpflegung, Eintritt, Maut, Briefmarken etc.)                

                        2550€


(gleiche Reise bei
2 Pers.: 1880€ und bei 3 Pers. (Dreibettzimmer): 1595€)



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