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23. Mai                                                                    18°C

 

Das Meer in Ocean Shores kann man sich sparen.
Der Strandabschnitt ist mit dem Auto befahrbar, was bedeutet: es ist weitläufig und flach und das Meer ist weit draußen. Nix mit netter Sonnenuntergang oder Sandburgen bauen.
Lag vermutlich auch daran, daß gerade Ebbe war. Außerdem war es saukalt und windig. Ich hab also nix verpasst.


Auf dem Plan standen heute eigentlich nur wenige Sachen. Ich wollte zum Mt. St. Helens und ihn mal ohne Nebel sehen und dann am Ende des Tages hatte ich ein Outlet zu besuchen, weil man mich wieder wegen Chucks angebettelt hatte.
Frühstück gab es heute auf dem Zimmer. Die Preise hier bei IHOP sind nämlich jenseits von Gut und Böse. Ein Omelett mit Pancakes kostet hier 4$ mehr als im übrigen Land und das will schon was heißen. Aber Wasser und Brot hat noch nie jemandem geschadet.

Ich war ja nun schon mehrmals hier in der Gegend, aber ich hatte noch nie an einem Tag gleich 3 verschiedene Vulkane gesehen. Dadurch, daß ich hier war, hatte der Wettergott ein Einsehen und schickte alle Wolken Richtung LA. Ich sah also erst Mt. Rainier, danach Mt.St. Helens und später dann Mt. Hood in voller Pracht. Ein Berg schöner als der andere. Alle 3 noch schneebedeckt. Und nur von der Helene gibt es Fotos.


Die Fahrt dahin bekommt die Note 2-
Nicht, weil es so öde und lang war, sondern weil es hier Massen an Touristen gibt, die sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Minus X.
Wenn ich etwas nämlich nicht leiden kann, dann sind es Autofahrer, die einen ausbremsen. Und man kann so gut wie nie überholen.
Es war zwar nicht so schlimm wie im Rheintal zwischen April und Oktober, aber trotzdem. Sowas macht mich fuchsig !!
Wer gucken will, soll anhalten und aussteigen.
Das Blöde an Fotos ist immer, sie geben nie den Eindruck wieder, den man vom eigentlichen Motiv hat. Hinter jeder Kurve tauchte der Berg auf und wurde Mal zu Mal größer und beeindruckender. Die Größe meiner Augen nahm ebenfalls im gleichen Verhältnis zu. Unglaublich.
Auf Fotos sieht der Ausbruch immer so niedlich aus. Aber wenn man hier direkt danebensteht, dann weiß man, daß man hier nicht sein möchte, wenn das Teil hochgeht.


Mt.St. Helens kommt mit auf die Liste der Orte, die ich immer wieder besuchen würde, wenn ich hier in der Gegend bin.
Auch heute lag die DSLR wieder unberührt im Kofferraum.
Wie ich den Berg und die Gegend mit dem Iphone abgelichtet bekommen hatte?
Panoramafunktion.
Ein Geschenk des Himmels.


Es war bereits 15 Uhr, als ich dem Berg den Rücken kehrte.

Am Fort Vancouver hielt ich nur kurz, um die fehlenden Stempel einzusacken und das mit dem Outlet Center vertagte ich wegen Fehlplanung auf morgen.
Ich war mitten in Portland und Margret wollte mich in ein Parkhaus schicken. Da aber grad Rushhour war, konnte ich nicht so schnell handeln und sie umprogrammieren. Und da ich eh schon wieder hundemüde war, fuhr ich geraden Weges ins Motel, wo ich ein Zimmer direkt am Hintereingang (auch Rushhour) und mit klappernder Tür bekam.

Ich weiß, früher hatte ich pro Tag mehr Sachen drin, heute fahre ich meistens nur rum und erfreue mich am Dasein allgemein und am Gucken im Besonderen.

Ab morgen bin ich dann in Neuland unterwegs. Ob es da was spannendes gibt, weiß ich noch nicht. Abwarten.