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Ich hatte es schon in anderen Berichten erwähnt: Museen können die Amerikaner. Was sie da hingestellt haben, müssen deutsche erstmal nachmachen. Einen Oregontrail-Track in Originalgröße… Ich war schwer beeindruckt.


Wie kriegt man sowas mit einem normalen Iphone geknipst?
Panoramafunktion. Ein Geschenk Gottes und danke an „Anna“, die mich darauf gebracht hat.
Ich würde ja mit meiner Canon knipsen, aber sie lag immer noch im Kofferraum und es hat sich bisher niemand bequemt, sie da rauszuholen.



Durch Baker City fuhr ich später ohne anzuhalten einfach durch, obwohl ich mal im Fernsehen/youtube eine Doku über dieses Städtchen gesehen hatte, daß es ziemlich nach Western aussehen soll.
Das tat es auch. Irgendwie. Aber nur für 400m. Ca.

Noch 120km bis John Day und so wirklich viel hatte ich heute nicht gesehen. Außer kalt und Regen und Wind.
Auf dem „Journey through Time Oregon Scenic Byway“ gab es dann noch das ein oder andere ältere Mobilar, in dem wirklich noch jemand lebte und schon war ich in John Day (ja, das Städtchen heißt wirklich so), das ebenfalls 400m Historie besaß.


Es sieht hier wirklich so aus, wie man sich den „Wilden Westen“ als Außenstehender vorstellt, nur eben mit Asphalt, Autos und Werbeschildern. Aber die Bauweise der Häuser hat sich nicht verändert.
Blöd nur, daß man sowas nie interessant genug abgelichtet bekommt.



In 3D wirkt es alles irgendwie interessanter, als nachher auf dem Foto, wo Briefkästen, Autos oder Touristen die Szenerie stören.
Canyon City, 2km weiter südlich hatte ebenfalls 400m zu bieten. Aber die waren noch unspannender, als die vorangegangenen. 2 Murals und blühender Mohn, den man so riesig in Europa vergeblich sucht, und der Tag war auch schon wieder rum.




 

26. Mai                                                                       23°C 

 

Heute gab es endlich den Grund für meinen Ostschlenker zu sehen. Painted Hills. Hach, ich war sowas von gespannt.

Jedesmal, wenn man in ein Motel eincheckt, bekommt man Informationen um die Ohren gehauen, die man weder braucht, noch die irgendwie relevant sind. Wo der Indoorpool ist, das Pet’s verboten sind usw. Und dann kommt die Ansage mit den Zeiten, von wann bis wann es Frühstück gibt und ich hab es bisher nie geschafft, pünktlich da zu sein.
Oder es gab außer Kaffee nix zu beißen.
Ich war mir 100%ig sicher, Frühstück gibt es bis 9.30Uhr. Als ich 9 Uhr die Zimmerkarte abgegeben hatte, waren die Damen schon am Putzen. Und ich hatte echt Kohldampf.
Das Problem war nur, ich war hier mitten im Nirgendwo. Seit Tagen gab es Ortschaften nur, wenn es früher einen Grund gab, sie zu errichten. Gold, zB.
War man also irgendwo, wo es Häuser gab, mußte man die Gunst der Stunde nutzen und alles Wichtige erledigen. Essen, schlafen, tanken, denn man weiß hier nie, wann man wieder die Gelegenheit bekommt.
Geschlafen und getankt hatte ich. Jetzt noch Hunger.
Aber hier gab es nix.
Erst 50 km weiter im nächsten Kaff.
Ist unglaublich, daß hier Menschen leben. So mitten im nowhere. Aber Leanne hat mir ein schönes Frühstück zu einem Wahnsinnspreis zusammengetackert und das Ganze für weit unter 10$.
Und dann noch das Restaurant selber. Eine Augenweide !!!



Hauptziel waren heute die Painted Hills, einem Gebiet, welches zum John Days Fossil Beds NM gehört. Ersteres war allerdings eher naja. Fossile sieht man nur im Museum. Die Landschaft an sich ist auch hübsch, aber beides zusammen wird man nicht bekommen.


Die Painted Hills ein paar km weiter westlich hingegen sind genau DAS, was sie versprechen. Bunte Hügel aus buntem…Sand?
Und das Beste: kaum Menschen. Keine Schulklassen. Herrliche Ruhe. Und keine weiten Wanderwege. Alles direkt vor der „Haustür“. Es war nämlich schon wieder ein bisschen zu warm.



Übrigens hatte ich mir auf den 30 Minuten Hügel anschauen sofort einen Sonnenbrand geholt. Nix schlimmes, aber schon erstaunlich, was die paar Meilen näher am Äquator so ausmachen.
Die meisten bekannten Fotos entstanden auf einem Boardwalktrail und als ich da ankam, war mein erster Gedanke: hm…hätt ich mir jetzt größer vorgestellt.
Die ganze Unit war vielleicht 100x100m groß. Auf den vielen Fotos meint man, mehrere km² zu sehen. Aber was soll‘s. Schön war es. Und wie gesagt ruhig. Und nicht überlaufen.


In der Nähe von Bend gibt es noch einen (?) Vulkan mit samt seines Auswurfes und was ich nicht auf dem Plan hatte: man kann mit dem Auto bis hochfahren. Direkt an den Kraterrand.



Die Amis bauen aber auch überall Straßen hin.
Sonst gibt es nicht viel zu schreiben. Das Wetter war perfekt, die Vulkane der Kaskadenkette blieben ruhig und ich hatte noch 200km vor mir, weil mein Bett in Klamath Falls stand.

                                                Parkplatz direkt am Kraterrand

Ab morgen bin ich dann für 3 Nächte in Kalifornien, bevor es wieder Richtung Norden geht. Und das für den Rest der Reise immer am Meer entlang. Hach, ick froi mir