8. Juni                                                                  19°C 

 

Letzter Tag.
Und es regnet.
Und ist ist mir sowas von egal.
Ich wollte heute nur noch von A nach B kommen, ab und an bei C oder D anhalten, später im Motel Koffer packen und früh zu Bett gehen.
Mein Flug geht Freitagmorgen 7:20 Uhr nach Detroit. Einerseits doof, weil arg früh, andererseits auch ok, da es ein Inlandsflug ist und ich nicht 3, sondern nur 1,5h eher am Airport sein muß. Natürlich werde ich die 3 Stunden anpeilen, weil ja immer was dazwischen kommen kann, aber ich denke, es sollte genügen, wenn ich den Wecker auf 4 Uhr stelle, was wiederum bedeutet, ich sollte 20 Uhr in den Federn liegen. Wieder ein Satz aus nur Punkten und Kommata, aber das sollte mittlerweile angekommen sein.

So, zurück zum Donnerstag und dazu, daß ich eigentlich nichts erlebt hab, weswegen es sich lohnt, word zu öffnen und was niederzuschreiben.
Ich saß gegen 10 im Auto, natürlich ohne Frühstück, weil Kaffee und Muffins es hier nur bis halb 10 gab. In Seattle zahlte ich 5$ Parkgebühren, nur um ein paar Stempel einzusacken und… ja natürlich hätte ich auch noch einen Stadtbummel dranhängen können, aber ich vergaß zu erwähnen, daß die 5$ für gerade einmal 30 min genügten.
Sonst wäre ich liebend gern noch bis zum Markt gelaufen oder wäre noch mal den Tower hochgefahren. Aber das mußte ich vertagen.

Zwischen Seattle und dem Motel stoppte ich noch für 2-3 Shirts am Walmart, tankte mein Wägelchen voll und schon war der Tag gegessen.
Die heutige Travelodge hatte furchtbar miese Bewertungen und ich machte mich schon auf das Schlimmste gefasst, aber ich war wirklich positiv überrascht. Ich bekam das Zimmer, das ich wollte, es war sauber, hübsch und ruhig, nur das Bett war… die haben die neue, noch eingeschweißte Matratze auf ein Holzpodest gelegt und es schaukelte wie Schiff bei Windstärke 8. Zum Glück mußte ich Schuhe kaufen und hatte 4 Kartons über, die ich darunterklemmen konnte. Kein Meisterstück, aber wenigstens würde ich die Nacht nicht seekrank werden.
Die Kofferwaage meinte einmal 18kg und einmal „Handgepäck spielt bei Delta keine Rolle“ und schon war es 18 Uhr. Duschen, Sachen für morgen rauslegen, gucken, daß die Socken kein Loch haben und Gute Nacht.




 

9. Juni                                                                  19°C 

 



Hätte ich den Wecker nicht gestellt, hätte ich verschlafen. So war ich 15 Minuten vor dem Klingeln wach. Aber das ist ja immer so.
Halb 5 saß ich im Auto, 15 Minuten später stand ich bei Alamo, tätschelte dem kleinen nochmal sein Hinterteil und schob mich langsam zum Airportshuttle.
Viertel nach 5 war der Check-in am Automaten erledigt und ich stand in der Reihe zur Gepäckabgabe, wo ich noch, so zwischendurch als Info, noch mitbekam, wie die Kofferabnahmedame zu jemadem meinte, daß man bei Delta nicht haargenau auf’s Gramm schaut. 50 Pound pro Koffer sind erlaubt, aber wenn es 52 sind, dann ist es auch ok.
Ich hatte Mein Koffer hatte laut Waage 42 Pound und schon stand ich am Gate und wünschte, ich hätte länger geschlafen.



Die offizielle Zeit zum Umsteigen betrug knapp 4 Stunden, da wir aber verdammt viel Zeit gut machten, durfte ich knapp 5 Stunden in Detroit zubringen. Zum Glück war ich im M-Terminal und da gibt es 78 Gates. Und von Gate 1 bis 78 ziiiiiieht es sich.
Ich hab die Runde 3x geschafft. Plus Pizza, die mich natürlich auch noch mal ein Vermögen gekostet hatte.

      

Der Flug sollte 7 Stunden und 40 Minuten dauern. Das nenn ich mal flink und genauso schnell war ich dann auch in Frankfurt, wo ich länger auf das Gepäck gewartet hab, als beide Flüge zusammen gedauert hatten. Und während ich so wartete, überlegte ich: was ist, wenn beide Koffer…oh, ich vergaß zu erwähnen, daß ich in Seattle am Gate mein Handköfferchen einchecken/abgeben mußte…nicht ankämen. Im großen Koffer war mein Auto- und Haustürschlüssel und im Handgepäck das Zugticket.
Ich hatte lange Zeit zum Nachdenken.
Sehr lange Zeit.
Meine beiden Gepäckstücke waren fast die letzten, die auf das Förderband fielen. Aber wenigstens fielen sie


Das Knöllchen, was an meinem Auto hing, würde noch gesondert behandelt. Ich parke immer da und wenn die Gemeinde meint, während meines Urlaubes ein Halteverbotsschild hinstellen zu müssen, dann ist das nicht mein Problem.
Ich glaube, es war 15 Uhr, als ich endlich zuhause ankam und wußte: noch 108 Tage, dann geht es wieder rüber.
Wohin?
Dette weeß ick doch jetze noch nich