Reisen ist das Entdecken, dass alle Unrecht haben mit dem, was sie über andere Länder denken.
Aldous Huxley



8. Oktober


Alles, was vor 8 Uhr morgens stattfindet, ist nicht meine Zeit. Da bin ich nicht zu gebrauchen.
Der Wecker klingelte 4 Uhr und das machte die Sache auch nicht besser.
Der Zug zum Flughafen war uralt und ratterte ununterbrochen, was allerdings dazu beitrug, daß ich munter in Frankfurt ankam. Eingecheckt waren wir schnell. Komischerweise hat uns diesmal nicht einer gefragt, ob wir die Koffer selber gepackt haben und ob sich gefährliche Stoffe darin befinden.
Nach einem 2-Stunden-Guten-Morgen-Kaffee in Terminal 2 hob unser Flieger fast pünktlich Richtung Seattle ab. Fast pünktlich nur, weil es 3 Spezies fertig gebracht hatten, ihre Koffer abzugeben und dann nicht im Flieger zu erscheinen.


Mein Fensterplatz war umsonst gebucht. Während der ganzen Zeit flogen wir über eine geschlossene Wolkendecke und wenn sie mal aufriss, blendete die Sonne.
Fazit: in Zukunft einen Sitzplatz in „Fahrtrichtung“ rechts nehmen.





Das Filmangebot während der 10 Stunden war eher langweilig. 3 Filme hab ich mir ansehen wollen, hab es aber nach spätestens der Hälfte jeden Filmes abgebrochen. Ich war schon müde genug.







Zu Essen gab es in Runde 1 Beef or Chicken, was gar nicht mal so schlecht war. In Runde 2 blieb allerdings nur noch Chicken übrig und das ist normal nicht wert, hier erwähnt zu werden. Der Koch schien Rosmarin zu lieben und hat anscheinend in jede Schachtel einen Teelöffel davon fallen lassen.

Irgendwann landeten wir in Seattle und die Aussichten Richtung Osten waren sehr vielversprechend.
Mt. Rainier ragte wie ein Pickel fertig zum Ausquetschen aus der Landschaft hervor. Seltsame Beschreibung, aber genauso sah es aus.





Die nächsten 2 Stunden waren zum abhaken.
Während mich der Officer ausquetschte, gab meine Reisebegleitung, die kein Wort englisch spricht, ihrem Grenzbeamten nur einen vorgefertigten Zettel mit Informationen, bekam den Stempel und war durch.
Die Zollgeschichte zog sich etwas länger hin. Normal gibt man den Zettel im Vorbeigehen ab, diesmal wollten ihn aber 5 Leute plus Hund sehen.
Bis wir dann endlich bei den Mietwagen waren, vergingen weitere kostbare Minuten, weil die Ausschilderung am Airport wirklich grottig war.
Egal, auch das Problem war bald erledigt und die Midsize-Linie war gerammelt voll:
Sie hatte nämlich nur Platz für 2 Wagen.


(dieses Foto entstand am Abreisetag)


Es standen da ein Nissan Rogue und ein Chevy Equinox, der uns aber zu groß und spritfressend erschien. Bei einem Gallonenpreis von 4,10$ + X muß man sich schon überlegen, was man vom Hof fährt.