So muss man leben! Immer die kleinen Freuden aufpicken, bis das grosse Glück kommt.
               Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die kleinen Glücke gehabt.
                                                                                             Theodor Fontane



 4. Oktober 2015                                                                                


6 Uhr morgens.
Ich hatte Hunger, das Wetter war mies und kalt war mir auch.
Wobei: hatte ich jemals KEINEN Hunger??

Alles in allem 3 gute Voraussetzungen, um in das Land zu reisen, welches dem alles ein Ende macht.
Dort war es warm, es gab mehr als genug zu essen und die Sonne sollte laut Wetterbericht auch täglich scheinen.





X

Bis auf den fehlenden Piloten auf meinem Anschlußflug von Charlotte nach Denver lief bisher auch alles glatt. Auf ihn mußten wir nämlich bereits im Flieger sitzend 1 Stunde warten. Als er dann endlich eintrudelte, merkte man ab Startbahn, daß er irgendwie im Stress zu sein schien.



Vermutlich hatten ihm die Lotsen schon während des Zurücksetzens die Starterlaubnis erteilt. Kaum waren wir auch nur in der Nähe der Startbahn, gab er Gummi. Ich glaube, er hätte auch die A320 von Lukla aus starten können. Und während er das tat, versprach er uns, die Stunde, so gut es ging, wieder reinzuholen.



Ich für meinen Teil dachte: 1 Stunde auf einem 3,5 Stunden-Flug? Oh biiiiitte… Männer und ihre Übertreibungen.
Und was soll ich sagen? 25 Minuten nach offizieller Zeit landeten wir in Denver.
Der Typ hatte es echt drauf.
Leider war es während des ganzen Fluges stockeduster. Oktober eben.
Zwischendurch war ich sogar ab und an eingedöst, aber so richtig Schlaf gab es erst 22 Uhr MountainTime.

2004 war ich das letzte Mal am Denver Airport gewesen und heute kam es mir so vor, als stimmte das nicht. Nichts kam mir bekannt vor. Weder der Airtrain, noch das Atrium oder das, was man sah, wenn man am Flughafen vor die Tür ging.
11 Jahre scheinen eine Menge Holz zu sein.

Im Shuttlebus auf dem Weg zu Alamo war ich auch ganz alleine gewesen, ebenso wie vor der Reihe der Midsize-SUV.

Es standen zwar nur 6 oder 7 Wagen darin, aber ich hatte nur Augen für einen:
den silbergrauen Ford Escape 4-WD mit 29.000 Meilen auf der Uhr.


Ich war im Himmel !!!

Dank des Bypassticket war der Fall schnell erledigt. Koffer rein, Margret an die Scheibe pappen....wieder aufheben....hält nicht....erneut anpappen....Mist, runtergefallen.....aufheben.....anpapp….egal.....Mittelkonsole.
Ich kümmere mich morgen darum.


andere Wagen in der Midsize-Choiceline

Dann ging es zur Ausfahrt, wo ein netter älterer Herr auf mich und meine Bankkarte wartete.
Bankkarte?
Oh Mann, die falsche gegeben. Die sehen aber auch alle irgendwie gleich aus.
Ich bin halt doch schon etwas müde.
Nach 5 Minuten und einer Unterschrift von mir war der Fall erledigt und ich fuhr vom Hof.
Das Microtel stand Gott sei Dank nur 5 Meilen entfernt vom Flughafen rum. Längere Fahrten wären heute auch nicht mehr drin gewesen.
Bezahlt hab ich mit 3000 Punkten und noch einen Rest von 35€. Dafür kann man das Zimmer echt nicht selber machen.
Allerdings war das Klo verstopft.
Aber das wußte ich beim zu Bett kriechen noch nicht…




gefahrene Meilen: 9
Microtel Inn & Suites, Denver Airport
3000 Punkte + 39$
(regulärer Preis mit ABN-Code 71$ vor Tax)





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