17. Oktober



Beim Gedanken an den heutigen Tag war mir nicht ganz Wohl.
Irgendwie hatten wir zuviel Fahrerei und zu wenig Dinge zum Ansehen geplant, wobei „geplant“ in dem Fall ein dehnbarer Begriff ist.
Alles, was wir anschauen wollten, war der Lassen Volcanic National Park.
Parks mit Vulkanen haben allerdings meist einen faden Beigeschmack: entweder, es ist ein Vulkan zu sehen, an den man nicht rankommt oder es sind nur noch dessen Reste übrig. Und Reste heißt: Asche und Schlacke und schwarze Erde.
Ich war also nicht so erwartungsfroh, wie an den anderen Tagen vorher.


Übrigens muß ich mich heute mal wieder wiederholen. Die Sonne prallte nur so vom strahlend blauen Himmel herab. Also was das anging, hatten wir es bisher wunderbar getroffen. 
Die nächsten Kilometer hingegen waren eher unwert, hier erwähnt zu werden. Die Strecke sah in etwa so aus: Wald. Kurve. Hügel rauf. Wald. See. Wald. Wald. Kurve. Wald. Hügel runter. Wald. Kurve. Kurve. Wald. 


Das ganze nannte sich „Lake Oroville State Recreation Area“ und heißt auf Deutsch soviel wie: Naherholungsgebiet des VEB Wasserwirtschaft und Fischzucht…
Das Besondere an diesem Areal soll bei entsprechender Witterung ein Staudamm sein, über dessen Wasserüberlauf eine Straße gebaut wurde. Blöderweise gab es in diesem Jahr so wenige Niederschläge wie selten, was zur Folge hatte, daß man zwar über den Damm fahren konnte, aber das Wasser dazu, was unter einem dahinspruzeln sollte, mußte man sich denken.


Wir haben nicht angehalten.
Das Visitorcenter des Parks war dem Erlebnis gerade eben angepasst. Viel groß. Viel Beton. Wenig los. Überflüssig. Wortspiel