13. Oktober 2015                                                                            22°C

 

Natürlich brauchte ich keinen Wecker. Ich war auch so schon wieder 5 Uhr wach.
Das mit dem Ölwechsel erledigte ich deswegen auch noch vor dem Auschecken. Ich wollte nicht das Auto samt vollständiger Ladung fremden Händen überlassen. Die Werkstattleute machten zwar auf mich nicht den Eindruck, als hätten sie es nötig, aber ich habe auch schon Pferde vor Apotheken… naja, ihr wißt schon.

           

Während des Ölwechsels lief ich einmal die Hauptstraße runter und wieder hoch, knipste Nummernschilder, sammelte die restlichen Stempel ein und schwupps, waren 60 min um.
Die 5$ Tip hatten sich die Jungs redlich verdient !!!

 

Wenn man von Moab nach Grand Junction muß will, gibt es 3 Möglichkeiten. Schon seltsam, daß es auf dieser riesen Fläche des Landes nur 2 bis 3 Straßen gibt. Naja, jedenfalls hat man 3 Möglichkeiten. 


Entweder man fährt die 191 bis Green River und nimmt dann den Highway oder man fährt die Scenic Route UT128, die sich am Colorado River entlangschlängelt oder man ist so doof wie ich  und hört auf einen Moaberfahrenen und nimmt die Sand Flat Rd und anschließend die La Sal Loop Rd, die im Castle Valley an der 128 wieder rauskommt.

 

Nix gegen die Loop Road, die ist toll aber die Sand Flat Road hat den Namen nicht verdient. Nimmt man mein Straßenbewertungssystem, so schafft es diese Piste, alle 10 verschiedene Punkte für sich zu vereinnahmen. Von Punkt 1, unterirdische Huckelschlaglochpiste mit Steinen und Schräglage bis zu einer aspahltierten 10 war alles dabei. Wobei Punkte 3-5 überwiegten. Für die Landschaft um mich herum hatte ich während der 17 Meilen (!) keinen Nerv. Ich wollte nur, daß die Reifen meinen Ausrutscher der Routenplanung heil überstanden.

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Auf der La Sal Loop Rd war dann der ganze Ärger wieder vergessen, die Sonne kam von hinten, die Berge um mich herum leuchteten in dunkelrot und gelb und im Castle Valley war ich von riesigen roten Steinfelsen umgeben. Es war toll !!!
Das nächste Mal nehme ich die Abkürzung.


 

Nach dem Picknick an der UT 128 bis ich in Grand Junction ankam, gab es nichts, was erwähnenswert wäre. Außer die 3 übermütigen Gabelböcke, die überlegten, ob sie vor oder nach dem Zug über die Schienen laufen sollen. Bilder des Abstechers zum Colorado National Monuments gibt es auf der nächsten Seite.
Am Abend leistete ich mir allerdings doch noch einen Ausrutscher.

 


 

 


Ich war Pizza essen.
Und das nächste Mal lasse ich mir vor der Platzierung am Tisch die Karte samt Preisen zeigen.
17$ für eine 20cm-Pizza finde ich arg übertrieben. Und ein Glas Alkoholfreies von 3$ kamen auch noch mit drauf. Plus Steuer, plus tip und die geschmacksneutrale Hähnchen-Parmigiano-Pizza kam auf 25$. Wobei es den Parmesan erst mit Aufforderung gab. Ohne Parmesan mußte man mit dem zerbröselten geschmacksneutralen Ricotta Vorlieb nehmen. Das nächste Mal gibt’s wieder Dominos Pizza. Da weiß ich, daß es schmeckt !


Ach ja, noch etwas: wer auf smooothsmoothjazz steht, ist in der Pizzeria genau richtig. Zweimal war der nette Kellner bei mir und fragte, ob alles in Ordnung sei. Jedesmal meinte ich: „das Essen ist ok, die Musik ist schrecklich.“ Ich mag keine leiernden Trompetensoli wenn ich gerade eine geschmacklose Pizza filetiere.

Bevor ich später einschlief, zappte ich mich noch mehrmals durch alle 50 Sender und da ich nichts außer Werbung und mexikanischen Serien finden konnte, knippste ich gegen halb 8 das Licht aus.



Gefahrene Meilen: 156


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