Die ersten 20 Meilen waren asphaltiert und auch hier mußte ich ständig anhalten um zu fotografieren. Es war aber auch zu schön. Canyons, Schluchten, Täler und am Horizont leuchtete stahlblau der Lake Powell. Hach, was war das schön.





Nach 30 Minuten endete der Asphalt und nun ging es auf einem gut zu befahrenen Schotter weiter und mal wieder zog ich eine Staubwolke hinter mir her, die Meilenweit zu sehen war. Auch das Auto sah nach einigen Km dementsprechend aus.
Der Weg gewann immer mehr an Höhe und auch die Aussichten wurden immer besser. Nach gut einer Stunde Fahrt kam ich dann an die Kreuzung, die ich weiter geradeaus auf die Nottom Rd fuhr. Der Burr Trail knickte hier nach links Richtung Serpentinen ab, aber hier würde ich erst morgen langfahren.





Zumindest meinte ich das in diesem Augenblick noch, denn ich ahnte ja nicht, was die nächsten 60km auf mich zukam.

Ein Washboard jagte das nächste und mir blieb nichts anderes übrig, als die Geschwindigkeit auf der sonst gut zu befahrenen Straße zu erhöhen, denn sonst hätte es meine Knochen endgültig zerlegt. So ratterte ich also die nächsten Km Richtung Norden und kam nur selten dazu, ein Foto zu machen.







Nach 20km beschloß ich dann für mich: Nee, Sylvi. Einmal reicht. Morgen fährst du nicht nochmal hier lang. Das ist ja ne Zumutung.

Ich war heil froh, als ich gegen halb 5 endlich die UT24 und den Capitol Reef NP erreichte.


An der Kreuzung sortierte ich mal eben meine Knochen und Bänder neu und bog dann nach links ab.


Also eins muß man dem Park lassen: so wenig Beachtung, wie er bekommt, verdient er nicht. Es machte richtig Spaß die 24 langzufahren und immer wieder anzuhalten, um Fotos zu machen oder einfach nur, um zu gucken.


Viel wollte ich aber heute nicht mehr machen, denn morgen nahm ich mir für den Park den ganzen Tag Zeit.


Im VC holte ich mir nur noch schnell den Stempel und 3 Karten und fuhr dann weiter nach Bicknell, wo ich mir ein Zimmer im Aquarius Inn reserviert hatte.







Und weil der Tag heute so gut verlief und ich mal wieder happy war, gönnte ich mir zur Feier des Tages eine riesige Pilz-Chicken-Pizza in einem winzigen Restaurant irgendwo zwischen dem Park und Torrey.

Während ich auf die Pizza wartete, kam ich mit der Hausherrin ins Gespräch, denn mal wieder war ich der einzige Gast im Haus und ich fragte sie, welches der beste Ort im Park für einen Morgenspaziergang war. Sofort kam die Antwort: „Hickman Bridge“.


Wir disskutierten nicht weiter über das Thema, denn ich machte es für morgen sofort fest.

Die Pizza war ausgesprochen lecker, zwar etwas teurer, als ich es von Pizzen gewohnt bin, aber lecker.

Im Aquarius Inn bekam ich dann ein riesiges Zimmer im Nebengebäude und den Zugang zum Internet und den restlichen Abend verbrachte ich dann mit der Planänderung der nächsten beiden Tage.


Gegen halb 10 knipste ich das Licht aus.


Gefahrene Meilen: 292


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