29.Mai 2015                                                              15°C



Heute muß ich meine Planung den Gezeiten anpassen. Ebbe beginnt ca. 15 Uhr und die ist für meine Unternehmungen äußerst wichtig.
Jetzt ist es 9 Uhr und ich muß Zeit schinden.
Vielleicht fahre ich heute nach Tagen mal wieder frühstücken. Es gibt hier zwar weit und breit kein IHOP, aber ich werde schon eine Einrichtung finden, die meinen Hintern noch mehr vergrößert.
Das Zauberwort hieß „Kozy‘s Kitchen“, ein Lokal für Einheimische und es war sehr lecker. Dank des schwachen Euro’s sicher kein Schnäppchen, aber da es erst das 2. Mal war, daß ich in diesem Urlaub in einem Restaurant Schrägstrich Frühstückslokal war, will ich hier mal nicht zu laut schimpfen.



Ich habe eh schon fast komplett meine Verpflegung eingestellt. Ich hatte noch nie so wenig Hunger und Appetit, wie auf dieser Reise. Wenn ich einmal am Tag was esse, ist es schon viel. Ich hoffe nur, meine Waage zuhause wird es mir danken.
(Anm. Thema Waage: )

So, was hab ich am 29.5. alles angestellt?
Ich war unterwegs von Coos Bay nach Newport. Das sind 100 Meilen und normalerweise in 2 Stunden locker zu schaffen. Ich war unterwegs von halb 12 bis 19 Uhr und hab überall gehalten, wo ich dachte, es gibt was zu sehen.





Angefangen beim Umpqua Lighthouse, bei dem man im Museum auch einen Stempel bekommt und in dem man natürlich jemanden trifft, der früher mal mit der Army in Deutschland war.





Noch ein Wort zum Wetter.

Das mit der Sonne und blauem Himmel hab ich für diese Reise abgehakt. Ich bin halt nur froh, daß es nicht regnet oder zu stark stürmt, wenn ich am Wasser stehe. Die Höhe der Temperatur behalte ich mal lieber für mich…

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Das Besondere an den Oregon Dunes, bei denen ich als nächstes war, ist, daß man für sich ist. Wenn man die Quadfahrer ausblendet. Ansonsten sieht man nur Sand und Gras und Wald und Sand und keine Touristen. Von den keinen Touristen gab es da ne Menge. Hab kaum einen Parkplatz bekommen.



Muß man die Dünen sehen?
Nein.
Die 101 führt eh dran vorbei, ein Anhalten ist also nicht nötig und der Strand ist ein Strand ohne besondere Merkmale. Keine Baumstämme, keine Steine oder Felsen, keine Tiere, kein Nichts.




würde gern dabei zusehen, wenn jemand einen Rollstuhlfahrer da hochschiebt


Als ich mit Frau P 2012 am Heceta Head Lighthouse war, bzw an dessen Strand, haben wir nichts vom Leuchtturm gesehen, weil er damals restauriert wurde. Man sah nur eine graue Hülle.





Ich hatte daher einen Auftrag und den hab ich mit Freuden erfüllt.
Erst Wellen knipsen, die allerdings heute weniger gewaltig waren,

 

als damals und dann Fotos aus allen (!) Richtungen vom Leuchtturm machen.
Von Süden nach Norden knipsen war kein Problem. Von Norden nach Süden allerdings lebensmüde.
Da es aber im Internet Fotos gibt, die genau DAS zeigen, mußte Sylvi es natürlich nachmachen. Also hab ich die Volontäre nach dem Weg gefragt und bin die Steilküste durchs Gestrüpp hoch, um besagtes Foto zu schießen.
Die Anstrengung hat sich gelohnt. Ist aber nichts für Warmduscher. Ein falscher Schritt und du
schwimmst treibst nach Japan.





Unten am Strand sah ich auch das erste Mal sowas wie Tidepools, wobei es nur grüne Seeanemonen zu sehen gab. Aber ich war vollauf zufrieden mit der Ausbeute.



Die Sache mit Thor’s Well hat allerdings nicht geklappt. Ich dachte, man braucht auch dort Ebbe, aber eigentlich ist ein Mittelding richtig, damit der Strand nicht überspült ist, aber auch nicht komplett trocken liegt. Es soll nur schwappsen. Tat es aber nicht.




Maßstab der Abbildung: 1:1, rechts aus den helgelben "Knospen" wachsen Muscheln heran

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Also was tu ich? Richtig. Wiederkommen.
Auch am Seal Rock Beach und abend am Yaquina Head Lighthouse hab ich nichts mehr an Tidepools sehen können.


Seal Rock State Wayside


Ebbe war gegen 16 Uhr und es war bereits nach dem Abendessen. Es war aber nicht schlimm. Man muß auch einfach mal mit dem Light-Blick zufrieden sein. Ich war in Oregon. So einfach war das.





 


Einen kleinen Teil des Abends verbrachte ich mit Yaquina Bay Bridge aus allen Richtungen knipsen, was mir 2012 ebenfalls versagt war, da ich damals noch Margret I dabei hatte und das Navigieren nicht so leicht war. Damals hatten wir auch nicht den alten Leuchtturm am Hafen gefunden. Diesmal allerdings schon, nur schließt er 16 Uhr.


abendlicher Abstecher zum Yaquina Head Lighthouse


Über die Arbeitszeiten in dem Land hab ich mich ja schon im 2014’er Bericht ausgelassen. Ich werde es nie verstehen. Sonnenuntergang ist halb 9 abends und die Leute machen hier 16 bzw. 17 Uhr Feierabend.
Mein Feierabend war gegen 22 Uhr.
Es war ein schöner Tag!


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