Durch die, in meinen Augen, Unbefahrbarkeit der Nottom Rd hieß mein 2. Ziel heute: 2x den Burr Trail bitte.
Geplant war, ihn von Ost nach West zu befahren aber so fuhr ich ihn eben bis zu den Serpentinen und dann wieder zurück, was ja auch interessant sein kann, da man, im wahrsten Sinne des Wortes, die Medaille von beiden Seiten betrachtet.



In Boulder am Hells Backbone Grill bog ich rechts ab und hatte ab dem Zeitpunkt meine Kamera immer im Anschlag. Immer wieder las ich, daß die Straße wunderschön sein soll und daß man wegen der ganzen Fotografiererei sehr viel Zeit einplanen muß.





Ich war noch keine 10 Minuten unterwegs, als es auch schon los ging. Ganz großes Kino wartete hier auf mich und mal wieder war ich froh, alleine unterwegs zu sein. Nachfolgende Autofahrer wären sicher an mir verzweifelt, denn die Höchstgeschwindigkeit unterbot ich deutlich.



 

Die ganze Zeit fährt man durch eine Art Canyon und die Wände sehen aus, als stehen sie kurz vor dem Einsturz. Und sie sind riesig hoch. Man bekommt es zwar auf ein Foto gebannt, aber wer nicht da war, begreift nicht, wie riesig das hier alles ist.

Am Ende der Schlucht hat man dann einen fantastischen Blick Richtung Capitol Reef.

Es war jetzt doch noch ganz schön warm geworden, aber der Wind der letzten Tage blies unverändert stark. Mein Auto verdreckte immer mehr, jetzt mußte ich sogar schon über das Tacho wischen, damit ich noch was erkannte.

Die nächsten km waren recht eintönig und ich spielte etwas mit dem Radio, aber irgendwie konnte die Musik heute auch keinen Preis gewinnen.











Kurz vor den Serpentinen konnte man links in den Upper Muley Twist Canyon abbiegen, aber leider war der Weg nur für Allradautos geeignet und so blieb mir eine schöne Aussicht auf die Verwerfungen des Capitol Reefs verwehrt.






Bevor ich die Serpentinen runter fuhr, vergewisserte ich mich erstmal, daß ich es auch heil überstehe und da auch wieder rauf komme. Aber mein geübtes Auge meinte: „Fahr ruhig. Mehr, als den Abhang seitlich runterrutschen, kannste eh nicht! “
Und so fuhr ich Schrittgeschwindigkeit eine Kurve nach der anderen und mit meiner freien Hand knipste ich jede Kurve der Strecke.
Unten angekommen gab es ein schnelles Dreherle und es ging die ganzen 8 Kurven wieder hinauf.




Irgendwie liegt mir ja berghoch fahren mehr, als bergrunter. Weiß der Geier, wieso.
Auf dem Weg zurück überkam mich dann die Müdigkeit und mal wieder rächte sich meine ungenügende Vorbereitung und daß ich es nie schaffte, ein Zimmer mit Kaffeemaschine zu bekommen. Die Kilometer bis zum Motel spulte ich dann mehr oder weniger im Gähnen ab und hoffte auf den letzten Metern nur noch, schnell anzukommen.





 

Leider gibt es auch hier immer noch Autofahrer, die sich penibel an Geschwindigkeiten halten und es sogar schaffen, berghoch zu bremsen. Eine Lady vor mir brachte mich schier zur Weißglut mit ihrer Kurverei, leider lies sie sich aber nicht vom immer länger werdenden Autokorso hinter ihr stören. Wer die UT 12 kennt, weiß, daß man da so gut wie nicht überholen kann, also tuckerten wir ihr alle mit 25mph hinterher.



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