Nach einer 3stündigen Siesta und dem Hinweis von Silke, daß sie sich das letzte Mal auf der Strecke, die ich gleich fahren wollt, einen Platten geholt hatte, machte ich mich auf, um mich etwas in Teufels Garten umzuschauen.
Irgendwo hatte ich auch mal gelesen, wenn auf der Straße schlimmes washboard ist, soll man einfach die Geschwindigkeit erhöhen und über die Huckel fliegen.


Das tat ich auch gewissermaßen, denn ich erhöhte das Tempo auf 45 Mph. Trotzdem blieb ein mulmiges Gefühl, denn bei einer eventuellen Panne, war ich schon arg weit vom Ort entfernt.


Nach 14 Meilen war ich endlich da und bis auf einen Autofahrer, der da grad sein Abendessen zubereitete, war ich alleine.
Der erste Eindruck war schonmal positiv, denn die schon recht tiefstehende Sonne kleidete alles in ein schönes warmes Licht. Die Figuren hatten in meinen Augen zwar etwas von Little Egypt, nur größer, aber egal.







 
     




Ich will ja nicht immer meckern.
Trotzdem konnte natürlich keine Gegend
der Welt dem Wasserfall heute Konkurenz machen und so verabschiedete ich mich
schon nach 30 min von den Teufeln und
fuhr nach hause.
 
      




Vielleicht sollte ich mir Highlights immer für den Schluß eines Tages aufheben und sie nicht schon früh vergeuden, dann wäre ich sicher mit einem ah und einem oh zwischen den Steinfiguren hergelaufen.

Ganz so ruhig wollte ich den Tag dann doch nicht ausklingen lassen und hab beschlossen, daß es mal wieder Zeit für ein Steak ist und ich probierte das zum Motel gehörende Restaurant aus.
Von außen sah es wirklich top aus, allerdings sagte mir die Inneneinrichtung nicht so zu, denn hatte man außen noch einen rustikalen wüstenhaften Touch, meinte man innen in einem Stehcafe zu sein, denn die Tische und Stühle wirkten sehr bistrohaft.

Ich wollte irgendwo in die Ecke und
nicht auf dem Präsentierteller für alle sitzen, denn ich will immer gern wissen, was um mich rum passiert.

Ich bestellte das Steak des Tages und war mit meiner Wahl sehr zufrieden. Vorher hat man mir einen Teller mit
Chips hingestellt, das Zeug konnte man aber nicht essen. Mit was hatte ich es spontan verglichen? Mit altem Schrankpapier. Eklig.

Beim schneiden des Steaks mußte ich sehr vorsichtig sein, denn der Tisch wackelte dabei so sehr, daß ich nicht riskieren wollte, daß sich mein Getränk auf dem Boden wiederfindet. Es passen nunmal keine einbeinigen Tische in ein Steakrestaurant. Da muß was bodenständiges hin. Rustikal. Holz. 4 Beine. Basta.



Naja, das Essen war trotzdem gut und noch ehe ich bei der Hälfte angekommen war, brachte man mir auch schon die Rechnung. Ich weiß ja, daß Amis da recht schnell sind, aber das war wirklich rekordverdächtig. Vielleicht schaffen sie es ja dieses Jahr noch die Rechnung schon VOR dem Essen zu präsentieren.
 


Auch wenn es so aussah, als ob sie dringend meinen Platz brauchten, so hab ich trotzdem noch in Ruhe aufgegessen. Wo kommen wir denn hin?
Wenn es ein Schnellimbiß sein soll, müssen sie es schon draußen dranschreiben.


Eine halbe Stunde später war ich wieder im Motel und nicht viel später ging ich auch schon schlafen, denn der Tag hatte es wirklich in sich.


Gefahrene Meilen:  162




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