18. Oktober 2015                                                                               

 

Halb 6 wachte ich von alleine auf und halb 7 saß ich im Auto, welches ich 15 Minuten später ohne Beanstandungen des Alamopersonals abgab.

An der Mietwagenrezeption reichte ich noch schnell meine Ölwechselquittung ein und hoffte dann nur, daß ich auch das Geld wiedersah, denn die Lady konnte mir nicht sagen, ob ich das Geld auf meine KK zurückgebucht bekäme oder ob sie mir einen Scheck schickten. (Anm. 6.12.: bisher haben mich keine $$ erreicht, aber Alamo hätte mir wohl eine Geldanweisung zukommen lassen)

Das Shuttle war 15 weitere Minuten später auch am richtigen Terminal und keine 5 Minuten später war ich eingecheckt und der Koffer abgegeben.
Die Infrastruktur des Landes ist ja eher für Idioten gemacht. Verkehrsschilder mit Zeichensprache wie bei uns, gibt es nicht und sich an einem oder ZU einem Airport in den USA zu(rechtzu)finden, und sei er noch so riesig, ist immer ein Kinderspiel. Als Normaltourist fährt man erst nach den Schildern „Rental Car Return“ und den Rest erledigt der Shuttlebus.




Im Airport selber gibt es auch nur 3 Arten von Hinweisen: Check In All Airlines, Gates All Airlines und Gate Nr. XY, je nachdem, was auf der Bordkarte steht.
Und auf dem Weg zum Gate muß man weder Hunger leiden, noch in die Hose machen. Nur Tankstellen fehlen.
Als ich am Gate A50 ankam, begann gerade das Boarding für den 8:10Uhr-Flug nach Charlotte. Hätte ich DAS mal bloß vorher gewußt…






                                                      Charlotte Airport

Mein Flug startete dann 45 Minuten später als geplant und ich hatte Sorge, meinen Anschlußflug nach Frankfurt zu verpassen, was sich dann in Charlotte, wo wir mit nur 20 Minuten Verspätung gelandet waren, als unbegründet erwies. Ich war zwar eine der letzten, die das auf mich wartende Flugzeug betrat, aber wir starteten eh erst 20 Minuten nach offizieller Zeit.



Während des Fluges wünschte ich mir, daß sich mein Sitznachbar verdünnisieren und auf einen anderen der vielen freien Sitze setzen würde. Doch er tat mir nicht den Gefallen. Er saß stur 8 Stunden neben mir und rührte sich nur gelegentlich.
Auch sonst war er recht wortkarg und seltsam. Oder wer sitzt sonst 8 Stunden in Winterjacke auf einem Langstreckenflug da?




                                                   Schlange stehen vor der Startbahn

Es gab 2 Mahlzeiten. Einmal Nudeln in Tomatensoße und dem allseits beliebten Brokkoli und ein Frühstück, das den Namen nicht verdient hatte. Deswegen gibt es auch kein Foto davon.





Die Landung war dann überpünktlich 7 Uhr und normalerweise folgt danach nichts mehr, außer zuhause anzukommen. Doch das passierte erst 6 ein halb Stunden später, weil jedes der nachfolgenden Transportmittel so seine Macken hatte.
1. Der Zug nach Koblenz hatte 10 Minuten Verspätung, was zur Folge hatte, daß ich
2. meinen Bus in einen Ort verpasste, in dem mein Auto stand
3. Der Bus fuhr derzeit nicht nach Fahrplan und es kam eine weitere Stunde des Wartens in Deutschlands Eiseskälte hinzu.
4. Als der Bus endlich kam, stieg auch eine Familie mit schreiendem und jammerndem und winselndem Kleinkind hinzu.
5. Es gab wegen Straßenbaumaßnahmen eine Umleitung, die mich weitere 20 Minuten extra kosteten.
6. Die Batterie des Autoschlüssels schien leer zu sein, was sich wenige Sekunden später als Irrtum herausstellte. Es war nicht die Zündschlüsselbatterie...
7. Eine weitere Stunde später war der ADAC auch da und jetzt das einzig Positive an der Heimkehr: der ADAC-Mann war der ADAC-Mann, der in meiner Nachbarschaft wohnt und nachdem er mein Auto gestartet hatte, mir bis nach Hause hinterherfuhr und dann in mein Auto für viel Geld eine neue Batterie einbaute. Ich hatte, so sagte er, das Leselicht im Auto angelassen und das hält keine Autobatterie 14 Tage lang aus.
8. 13 Uhr schaffte ich die Koffer nach oben, fuhr noch schnell einkaufen und 14.30 Uhr ließ ich mich völlig übermüdet auf meine Couch fallen.

Was für ein Trip.

 

 

Fazit:


Wenn man die Rückreise außer Acht läßt, war die Reise perfekt organisiert und durchgeführt. Es gab so gut wie nichts, was nicht so war, wie ich es erhofft hatte. Das Wetter war erste Sahne. Ich habe so viel verschiedene Dinge gesehen, daß ich heute schon gar nicht mehr weiß, was letzten Dienstag war und wenn ich es nachlese, kommt es mir so vor, als läge es Monate zurück.

Es muß nun nicht gerade ein Shutdown sein, aber ein wenig mehr Nervenkitzel und Störungen im Ablauf können es schon sein. Unvorhergesehene Zwischenfälle sind doch das Salz eines jeden Reisebericht's


Kosten & Statistik:


Flug & Mietwagen ab/bis Denver: 1076€, gebucht als Mix bei ebookers
                                      
getankt: 190€
                                 
Meilen/km:  2826/4521
                                         
Motel:  649€, meistens Wyndhammotels
                              
Verpflegung:  300€
          


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