1. Juni 2015                                                              15°C


Letzte Etappe meiner Tour.
Ab an die Küste des Olympic NP’s und ein bisschen Regenwald gibt’s auch.
Es hat den ganzen Tag geregnet. Mal mehr, mal weniger. Manchmal war es auch nur der Nebel oder das vom Meer herübergewehte Nebelzeugs, aber der Scheibenwischer war im Dauereinsatz.

                               


Da ich aber heute die meiste Zeit im Auto saß, hat es mich nicht besonders gestört. Was mich allerdings genervt hat, waren die Autos vor mir, auf der Strecke South Band -> Aberdeen. Die Straße war einspurig und ausgeschildert waren 55mph (90kmh) und diese Vollpfosten fahren dort mit 45mph oder weniger. In Kurven, welches für das geübte deutsche Auge allenfalls leichte Krümmungen sind, wurde sogar auf 30mph runtergebremst. Ich war fast so weit, ins Lenkrad zu beißen.   <--es gibt kein Lenkradbeißsmiley
Anfangs dachte ich noch, es geht so langsam daher, weil ein Wohnmobil unsere nette Gruppe anführte, aber als es dankenswerterweise rechts hielt, um uns alle vorbei zu lassen, ging es auch nicht schneller. Der Autofahrer, der hinter ihm fuhr, war wohlmöglich noch im Trancezustand und behielt seine Fahrweise bei.
Es war zum Ausrasten.
In Aberdeen hat sich dann zum Glück alles aufgelöst.
Endlich konnte ich vorschriftsmäßig fahren. (Dieser Satz aus meinem Munde. )
Zwischendurch gab es Frühmittagstisch in einem super stylischen 60er-Jahre Diner. Das Essen sah zwar nicht sonderlich aus, aber es war grandios.



Pulled Pork Sandwich, auch das Brötchen war warm, weil angeröstet, und dazu Clam Chowder.
Letzteres mußte ich am Abend erstmal googlen. Hätte ich vorher gewußt, daß es Muschelsuppe ist… Aber es war sensationell !!!



Auch am Lake Quinault hörte der Regen bzw. Niesel nur selten auf. Da es auch schon 2012 nicht anders war, störte es mich nicht.



 

   

Zur Strecke um den Lake Quinault brauche ich ja nicht mehr großartig etwas zu schreiben. Der Weg hat sich in den letzten 3 Jahren nicht verändert. Einfach einmal drumrum um den See.






Mittlerweile war es 17 Uhr und ich näherte mich dem Höhepunkt des Tages, was ich da aber noch nicht wußte.


Parkplatz am Beach 4. Kaum ein Platz zu bekommen..



Gestern las ich irgendwo, daß hier oben die beste Stelle für Tidepools am Beach 4 ist. Man muß zwar einen kurzen steilen Trail zum Strand laufen, aber was solls. Was ich dann dort zu sehen bekam, war 10x besser, als das, was an der Küste Oregons so rumschwappte.





Anemonen und Seesterne soweit das Auge reichte.
Da das Wetter immer noch nicht so dolle war, hatte ich ALLES für mich alleine. Kein Mensch weit und breit. Nur Sylvi und bunte Unterwasserwelt. Ich glaub, ich war hier fast 2 Stunden und konnte mich nicht satt sehen. Immer wieder kamen neue Stellen mit noch mehr Sternen und Anemonen. Ich hätte am liebsten alles geknipst und nachher eingepackt.







Für keinen Preis der Welt hätte ich heute Abend woanders sein wollen.
Erst wollte ich am Ruby Beach vorbeifahren, weil er das bei dem Wetter sicher nicht toppen konnte und so war es dann auch.







Ruby Beach ist ein Schönwetterstrand. Heute war es nur nass und grau und kalt und öde.
Egal, 2012 hatte ich blaue Himmelbilder gemacht und da ich immer noch happy wegen des Beach 4 war, konnte mich nichts mehr runterziehen.









Mein Lager schlug ich gegen 8 dann im Forks Motel auf und achtete diesmal beim Aussteigen aus dem Auto darauf, daß nicht auch Margret ll einen Abflug in eine Pfütze machte.





Forks Motel ist ein schönes Motel. Wenn auch teuer. Aber ich würde immer wieder hier nächtigen.
Morgen soll es den ganzen Tag regnen. Bin mal gespannt, wann ich dann das Zimmer verlasse.







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