Auf halbem Wege hielt ich noch an einem Supermarkt, in dem man sich hätte eine Lungenentzündung holen können und kurz darauf stand ich auf dem Parkplatz vor der USS North Carolina, einem Schlachtschiff Baujahr 1940. (Stapellauf)


Meine Fresse, was ein riesiger Kahn. Verlaufen war da sicher an der Tagesordnung.

Eintritt kostet 12$ und kaum hatte ich bezahlt, fing es an zu kübeln wie aus Eimern und somit hieß es warten. Der Zugang zum Schiff war nämlich nicht überdacht und das Deck sowieso nicht.

 
  





Aber so schnell wie der Regen kam, so schnell war er auch wieder verschwunden.
Das Schiff entdeckt man auf einer Self-Guidet-Tour und verlaufen ist ausgeschlossen. Man läuft in einer Art Ring und startet im Unterdeck bei den Maschinen, kommt dann eine Etage höher in die Mannschaftsräume und in die Küche, zur Post und zum Doc und als letztes kann man hoch zur Brücke.
Ehrlich?

 



 


      

Das Schiff ist einen Ausflug wert, aber mit diesem Trum unterwegs sein, möchte ich keine Minute. Man hat für die zahlenden Gäste der heutigen Zeit für ausreichend Belüftung gesorgt und irgendwo pustet es immer riesige kühle Mengen davon aus großen Rohren, aber wie war es damals?

      
                         Apotheke                                                                                         Duschraum
     

99°F Außentemperatur, 1000 schwitzende Männer und nirgendwo ein Fenster zum öffnen. Klasse Kreuzfahrt..

   

                         Bäckerei

Auch sonst gab es für fast jede Berufsrichtung eigene Räume. Es gab einen Friseur, Arzt, ein Labor, Schreibstuben, Funker und natürlich die Küche.






gemütlich...


nicht mal auf dem Donnerbalken ist man für sich



Gegen 16 Uhr verließ ich das Schiff und fuhr Richtung Motel, weil ich dringend eine Abkühlung brauchte. Wer denkt, nach dem Regen ist es hier kühler, der irrt. Die Hitze hatte keinen mm nachgegeben und mein Shirt hatte überall dunkel nasse Flecken und es tropfte von der Stirn.





Ich sah aus, wie Hummer nach dem kochen.
Anscheinend ahnte das Motel, daß eine überhitzte Schulze im Anmarsch ist und hat mein Zimmer runtergekühlt. Es war herrlich und die nächsten 3 Stunden hab ich mich da akklimatisiert.
Kurz vor Sonnenuntergang fuhr ich nochmal zur Küste. Parken kann man ab 6 Uhr abend kostenlos an der Straße und es war genügend Platz.


Drei Minuten vor Sonnenuntergang war ich da, konnte aber nicht lange bleiben, denn kaum war die Sonne weg, wurde es rasch dunkel und ich fahre in US-Städten und Städtchen nicht gern im finsteren. Da sind mir immer zu viele ablenkende Lichter unterwegs und ich muß Hölle aufpassen, nicht irgendwo eine Ampel mit einem Rücklicht zu verwechseln.
Trotzdem war der Kurzausflug nett. Gibt es was Schöneres, als den Tag am Meer ausklingen zu lassen?

Motel: Days Inn, Wilmington







Gefahrene Meilen: 260,4