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Erstmal fuhr ich Richtung Süden bis zur I40, wobei man das nicht als fahren, sondern eher als wedeln bezeichnen muß, denn der Wind lies mein Auto nicht eine Sekunde in Ruhe. Je weiter ich Richtung Highway kam, umso schlimmer wurde es. Mich hätte es wirklich nicht gewundert, wäre hinter dem Hügel ein Tornado aufgetaucht. Was hier abging, war eine Zumutung.



Während ich eiernd fluchte, beschloss ich, mir heute schon Painted Desert anzuschauen, denn wer weiß, wie schlimm morgen das Wetter werden würde. Klar flog einem vielleicht die Kamera und die Autotür um die Ohren, aber es war immerhin trocken.


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Painted Desert, was kein bunter Nachtisch sondern eine Wüste in unterschiedlichen Farben ist, und der Petrified Nationalpark gehören zusammen, werden aber durch den Highway voneinander getrennt.


Mittlerweile war der Sturm SO heftig, dass ich mich mit all meinem Gewicht, und das ist nicht wenig , gegen die Autotür stemmen musste, um sie wieder schließen zu können. Die 50m vom Auto zum Visitorcenter waren eine Tortur.





Alles, was nicht zigmal festgetackert war, flog einem da um die Ohren. Ich hatte noch 2 Postkarten, die ich da in den Briefkasten werfen wollte und hab sie mit beiden Händen festhalten müssen, damit sie mir nicht aus den Händen gerissen werden konnten. Es war grauenhaft.





Eigentlich wollte ich den ganzen Weg bis zum Highway fahren und dann umkehren, um mir den Petrified Forest für morgen aufzuheben, allerdings schaffte ich nur die halbe Strecke, denn nach dem 3. Aussteigen brach ich die Aktion wegen des heftigen Windes ab. Es machte einfach keinen Spaß und auch die Sicht war alles andere, als fotogen. Ich hoffte, dass sich das Ganze bis morgen beruhigen würde, sonst sah ich wirklich schwarz.





Bevor ich zu meinem vorgebuchten Motel fuhr, stoppte ich noch schnell im Supermarkt, weil ich außer ein paar Eiswürfeln nicht mehr viel in der Kühlbox hatte.

Den restlichen Tag verbrachte ich auf meinem Zimmer, surfte im Netz, schrieb Bericht, schaute mir 3 Folgen NCIS auf englisch im Fernsehen an und beim Blick auf die Wetterberichtseiten von morgen und immer, wenn ich aus dem Fenster sah, war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich die 2. Nacht noch in Holbrook sein werde.



Seit ich das Motel betreten hatte, regnete es ohne Unterbrechung und das bis zum nächsten Morgen durch.

gefahrene Meilen:  270

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Motel: Super 8, Holbrook
gebucht auf super8.com für 43$/Nacht incl. Tax

Bewertung:
eines der besten Motelzimmer auf der Reise. 

Bequemes Bett, Liege-Sessel, sauberes Bad, Kaffeemaschine, Microwelle, Kühlschrank (wobei das für mich kein Kriterium ist)









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