24. Oktober



Die Planung des heutigen Tages übernahm der Wetterbericht. Als ich nach dem Aufstehen nämlich aus dem Fenster sah, regnete es. Und was gibt es da schöneres, als Shopping?
Ich liiiiibe ja diese Art der Freizeitgestaltung. Sie kommt gleich nach spülen mit Hand und Frühschicht ab 5.30 Uhr.
Schon im Vorfeld hatte ich mich erkundigt, wo in näherer Umgebung was outletmäßiges zu finden ist und Google meinte: Auburn.
Cool, da gab es auch ein Wal-Mart Supercenter. Ich würde also Frau P am Outlet rausschmeißen und mir meine wenigen Klamottenwünsche im Walmart erfüllen. Effizienz ist eben alles. Mein Rekord liegt bei 20 Minuten. 2 Paar Schuhe und 2 Hosen. Zack zack.
Da Frau P damit nicht ganz so einverstanden war, gingen wir beide einen Kompromiss ein: erst Wal-Mart für mich und dann Outlet für sie.
Ein Stündchen ungefähr.


Um es kurz zu machen: Ich stellte 2x einen neuen Rekord auf. 4 Hosen und 2 Paar Schuhe in 18 Minuten und Rekord 2: 2,5 Stunden Outlet ohne einen Cent auszugeben, stattdessen holte ich mir Blasen am Hintern.
Männer, die ihre Ehefrauen/Freundinnen zum Shoppen begleiten, sind echt nicht zu beneiden. Arme Kerle…
Als wir Auburn verließen, war es 14 Uhr.
Was nun?
Nochmal in die Stadt?
Und dann?
Was haben wir noch nicht gesehen?
Sollten wir uns vielleicht doch das Glasmuseum für 19$ gönnen?
Wir wollten es vor Ort entscheiden.
Erst mal losfahren.
Bei unserem gestrigen Stadtbummel kamen wir auch am QFC-Supermarkt vorbei und Frau P meinte heute, daß man da als Kunde kostenlos parken könnte.
Komisch, was sie so alles sieht.


Aber Recht hatte sie trotzdem und kurz vor 3 stellten wir unser Auto in der Tiefgarage ab und liefen Richtung Space Needle.
Wir haben uns nach endloser Nachdenkerei letztendlich DOCH dafür entschlossen, den Chihuly Garten zu beehren. Und dass es eine gute Idee war, nicht gestern schon dagewesen zu sein, zeigte sich an der Kasse. Weil wegen einer stattfindenden Veranstaltung heute Abend nicht alles für die Öffentlichkeit zugänglich war, kostete es heute nur 15,75$. Schwein muß man haben.



   


Die nächsten 50 Minuten verbrachten wir nun damit, zu glotzen. Nicht anders kann man es beschreiben, denn das, was uns da geboten wurde, muß eigentlich jeder mit eigenen Augen sehen.

   



Nüchtern betrachtet erfüllten die Millionen Stücke von Glas natürlich keinen Zweck, außer vielleicht schön auszusehen, aber das tun operierte Millionärsgattinnen auch.





  


Der Auslöser der Kamera fing schon nach 10min an zu glühen und ich hoffte, es kämen noch hunderte Räume mit buntem Glas.





   



  



Das, was im Freigelände zu sehen war, konnten wir ja gestern schon erahnen. Wunderschön. Und auch die Sonne war jetzt neugierig und zeigte sich.
Klasse gemacht das Ganze !!!




"Schwarzer Schlangenbart" (Ophiopogon planiscapus)