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Hach, was war das schön hier. Bis Tucson tat ich jetzt eigentlich nur noch 2 Dinge: Fahren und knipsen.  Das eine mit links, das andere zeitgleich mit rechts.


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Je näher man Tucson kam, umso dichter wurde der Verkehr.  Weiß der Geier, wo die ganzen Leute plötzlich her kamen. Und auch Margret war teilweise echt verwirrt, denn sie ließ mich einmal ohne ersichtlichen Grund links abbiegen, nur um mir 100m weiter zu sagen, dass ich doch wenden soll.


Nicht viele km weiter, als ich eindeutig rechts abbiegen musste, blieb sie stumm und bemerkte erst ein paar Meter weiter, dass sie Mist gebaut hatte


Es ist also gut, ab und an auf Schilder zu achten  und sich nicht nur auf Stimmen zu verlassen.

Kommt man von Norden in die Stadt, so wie ich heute und möchte von mir aus gesehen in den rechten Teil des Saguaro  Nationalparks, braucht man eines der folgenden 3 Dinge:

eine Straßenkarte mit niedrigem Maßstab, am besten einen Stadtplan
ein Navi, welches schon einmal hier war
und Ortskenntnisse.
Wieso?

  


Na weil der Park nirgendwo ausgeschildert ist.  Erst an der letzten Kreuzung, an der man rechts in den Park abbiegt, ist er vermerkt. Also dafür, dass sich der Park quasi um  die Stadt wickelt, fand ich es schon erstaunlich, und besucherunfreundlich, ihn nirgends zu erwähnen.


(anklicken für pdf-Vollversion, Westteil)


Andererseits isses auch quatsch.  Immerhin gibt es hier im Umkreis von einigen Tausend km² nichts anderes, als diese Kakteenart. Bäume sucht man hier vergebens, aber Stachel könnte man sich nach jedem Meter  aus der Haut ziehen.


   






Im Park selber gibt es dutzende Wanderwege und einen unbefestigten Scenicloop, der für mein Empfinden recht holprig ist.

So richtig erschloss es sich mir nicht, weshalb man ausgerechnet hier einen Nationalpark  gründen musste. Schließlich sah es hier so aus, wie überall anders auch, außer, dass es hier Wanderwege gab.
Hätte man den Park 50km weiter südlich geschaffen, wäre es gar nicht  aufgefallen.





Fast so, als würde man den Thüringer Wald ab morgen in den Spessart verlegen. Bei der heutigen Schulbildung würde  es mit Sicherheit niemanden wundern oder interessieren.





Mein Fazit des Besuches war: das Visitorcenter ist sehr schön, allerdings ist der Park überflüssig, wenn auch hübsch anzusehen. Aber um ein paar blühende Kakteen  zu knipsen, muß man nicht bis nach Tucson fahren.





Wettertechnisch war der Tag aber ein voller Erfolg gewesen,  denn als ich später im Motel den Wetterbericht für Holbrook und Umgebung sah, beglückwünschte ich mich erneut zu meiner Entscheidung.

Eine riesige Regen- und Gewitterzelle hatte sich nämlich direkt über dem Petrified NP festgetackert.




Die Motelsuche war ebenfalls einfacher, als ich vermutet hatte. Schon mein erster Stopp am Super 8 in Marana war von Erfolg gekrönt. Zwar bekam ich ein Zimmer in der 2. Etage, aber ansonsten war alles prima. Das Bett war riesig, das Bad sauber und ich hatte eine Kaffeemaschine und eine Mikrowelle im Inventar.

Im Walmart direkt gegenüber, den man übrigens leichter mit dem Auto erreicht, als zu Fuß, hab ich mir später noch was für die Mikrowelle geholt und noch 2 Stunden Bericht geschrieben, mit dem ich dieses Jahr beachtlich im Verzug war.

Irgendwie vergingen die Tage dieses Jahr schneller, als die letzten Urlaube. Kaum hatte ich den Bericht für einen Tag beendet und meinte, nun für eine Weile Ruhe zu haben, war auch schon der nächste Tag vorüber.

gefahrene Meilen: 303

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Motel: Super 8, Tucson Marana
Bewertung: jederzeit wieder. Großes, sauberes Zimmer. Schönes Bett und eine bettdecke, die nicht nur aus einer abgekauten Mollidecke besteht



  




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