Chucks waren eine gute Möglichkeit für diese Umlage und diese Schuhe gab es im Outlet-Center South.
Ein Parkplatz war schnell gefunden, nur der Laden nicht. Ich irrte durch die Gänge und war irgendwie zu blöd, den Plan im Prospekt zu lesen. Erst nach gefühlten 5km Fußmarsch hab ich gemerkt, daß ich den Plan vom Outlet-Center North in der Hand hatte. Kein Wunder das es hinten und vorn nicht passte.
Also einmal vorblättern und siehe da… noch 100m und ich stand vor Journeys…die die gesuchten Schuhe nicht hatten. Das kommt davon, wenn man den deutschen mit dem amerikanischen Markt vergleicht und denkt, deutsches Grün = amerikanisches Grün. Aber denkste Puppe.
Nur die Burgersoße bei McDonalds ist weltweit die gleiche.
Miesgelaunt wegen des sinnlosen Hin-und Herlaufens verließ ich die Mall und begab mich auf die Suche nach meinem Auto.  

Es stand nämlich nicht mehr da, wo ich es vermutet hatte. Ich vermutete es vor dem Eingang, zu dem ich rein war, aber da sich die Erde bekanntermaßen dreht, war auch der Parkplatz verrutscht. Um ca. 100m. Erst das permanente Drücken des Autoschlüsselzuschließknopfes sagte mir dann, daß ich weiter im Süden suchen muß. Und siehe da…
Merken wir uns also: Das Auto steht immer dort, wo man es als letztes vermutet........plus 50 Meter.
Oh, die Schuhe würden unermesslich im Preis steigen. Ich könnte sicher schon im November den nächsten Flug buchen.
Kurz nach dem Check In in meinem Days Inn @ Wild Wild West war es auch Zeit fürs Frühstück. Schon komisch, daß ich hier drüben immer das essen vergesse. Dennys, welches man findet, wenn man durch das Casino des Motels durchgeht, hat Rund um die Uhr geöffnet und für meinen kleinen Hunger gab es sicher irgendwas auf der Karte.
Ich mochte bisher Dennys ganz gerne, weil es für mich typisch amerikanisch ist, aber der heutige Besuch war nicht so prickelnd. Das Personal war anscheinend von einer Zeitarbeitsfirma geliehen oder wurde unterbezahlt oder beides, denn es war gestresst, unwissend, konnte sich nichts merken und verstand vom Frühstück machen mehr, als vom Dinner.
Besteck wurde einem lieblos hingeknallt, statt eines Orangensmoothies gab es etwas in Rosa, was Erdbeer sein könnte, das Steak war zäh wie Leder und die Kreditkartenbezahlmaschine funktionierte auch nicht. Das Essen hat satt gemacht. Im wahrsten Sinne..
Den restlichen Abend verbrachte ich damit, den Koffer schonmal vorzupacken und irgendwie an ein stabiles Wifi-Signal zu kommen. Den Mondaufgang über dem New York-New York sah ich mir vom Parkplatz des Motels aus an.




18. Oktober                                                                           



Der letzte Tag meiner etwas mißlungenen Reise.
Da Denny wie gesagt Frühstück besser kann, als Abendessen und es außerdem im Motelpreis enthalten war, gab ich ihnen noch eine letzte Chance, die sich auch zu nutzen wußten. Für lau gab es Pancakes mit Speck, Würstchen und Eiern und dazu Orangensaft. 1000 Kalorien zum kleinen Preis.
Den letzten Tag wollte ich nutzen, um noch ein paar Stempel zu sammeln, etwas shoppen zu gehen und ein paar Striphotels abzuklappern. Vielleicht gab es zum Abend hin noch ein richtiges Steak oder vielleicht genehmigte ich mir auch ein Buffet. Wer weiß.
Die optimale Route sah dann so aus, daß ich erst zu VONS fuhr Reeses kaufen, dann zum Lake Mead, anschließend zum Outlet-Center North und Wal-Mart wegen Schuhen und zum Schluß wollte ich das am Strip parken probieren, welches überall kostenlos ist.