Rankpro.de


Den eigentlichen Streckenabschnitt des Apachetrails wollte ich schon zu Beginn des letzten Urlaubes fahren, allerdings machte mir damals United Airline einen Strich durch die Rechnung. Bis heute hab ich denen nicht verziehen.  Ich hab zwar zig Meilen als Entschädigung bekommen, aber… egal. Strich drunter.
(Nachtrag zum Thema Entschädigung - Juli 2014)


Die ersten km fährt man noch auf Asphalt, aber kurz nach der Brücke über den See wird es steinig.



Für meine Verhältnisse bekommt die Piste die Note 6, manchmal auch eine 7, aber mehr war eindeutig nicht drin.



Es gab zwar keine spitzen Steine, und ich hatte auch während der ganzen Strecke nie Angst um die Reifen,  aber um meine Stoßdämpfer sorgte ich mich von Anfang an. 90% des gesamten Weges, der ursprünglich eine Postkutschenstraße war, war Washboard. Klar hätte man einfach die Geschwindigkeit erhöhen können, aber bei engen Kurven  ist so was nicht unbedingt ratsam.



Landschaftlich war die Route natürlich ein Volltreffer, auch wenn es sich gerade nicht so liest.  Links ging es steil nach oben und rechts fuhr man die ganze Zeit am Apache Lake entlang, welcher ein wahres Wassersportmekka zu sein schien. Kaum ein m², der nicht von irgendwelchen Booten belagert war.



Es war eine schöne Fahrt durch die Superstition Mountains, auch wenn sich das Auto von km zu km schlimmer anhörte.



Auf halber Strecke befindet sich die Ortschaft  Tortilla Flat, wenn man das als Ortschaft bezeichnen kann. Eigentlich sieht es aus, wie eine Westernkulisse mit Parkplatz.  Für eine kleine Pause isses ganz witzig, wobei der Geschmack des Kaktuseises, welches hier verkauft wird und bereits Kultstatus  angenommen hat, überbewertet wird.





3$ für ein Löffel voll Geschmacksneutralität.  Aber was solls. Drüber meckern darf nur, der es probiert hat.







Ich hab die Lady hinter dem Tresen gefragt, ob sie angesichts der vielen Dollarnoten schon Millionärin ist, aber sie verneinte. Sie meinte nur, daß sie anbauen würden, wäre irgendwann einmal jeder cm² vollgeklebt.
Wie kommt man nur auf die Idee, Dollars an die Wände zu kleben? Sicher weiß Google die Antwort. Ich schau später mal bei ihm vorbei..



Die letzten Meilen des Weges waren einspurig, was allerdings kein Problem war. Es schien, als würden die meisten nur bis zum Eis fahren und dann wieder Richtung Roosevelt Lake umkehren.  Ich hatte nie Probleme, wenn mir ein Auto entgegen kam.



Mein Fazit war: kann man wieder machen. Nicht mehr und nicht weniger. Sicher würde ich anders denken, hätte ich die Strecke zu Beginn der Reise absolviert, aber da ich morgen nach Hause flog…



Auch Margret wusste, dass es mit ihr bald zu ende ging, denn kurz vor Ende des Weges ließ sie mich mal wieder wenden, obwohl es hier weit und breit nur eine Straße gab und ich mit Sicherheit nicht irgendwo falsch abgebogen war. Sicher war sie nur überhitzt.



                                           Startseite: