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Der allllllllerletzte Abschnitt meiner Reise war ein weiterer Abstecher zu einer Ghosttown, die meiner Meinung nach, nie eine war. Goldfield.


Kein Mensch kann mir erzählen, dass die schmucken Häuschen da schon 150 Jahre stehen und dass es in der Zeit nie ein Wetter oder Ereignis gab, welches am Aussehen etwas geändert haben könnte.



Klar war es fotogen und auch sonst recht hübsch, aber ich hab so meine Probleme damit, wenn man mir etwas als uralt verkaufen möchte, was es gar nicht ist. Außerdem gab es mal wieder in jedem Haus einen Laden und eine Klimaanlage und Telefonanschluß. Schon das alleine genügte..



Vielleicht wollte ich aber einfach nur noch nach Hause. 3 Wochen sind für mich mehr als genug Zeit, alles andere wäre nur noch Strapaze. Oder es liegt daran, dass ich es 3 Wochen nur mit Wüste und Altertum zu tun hatte. Wäre mehr Abwechslung drin, ginge es mir vermutlich anders. Wer weiß.



  

Laut Google hatte Goldfield in den 1890er Jahren, als der Goldrausch durchs Land zog, 3 Saloons, eine Pension, ein Geschäft, eine Schmiede, eine Brauerei-, sowie ein Schulhaus. Wegen des anhaltenden Preisverfalls wurde die Stadt allerdings bald darauf aufgegeben. Nur zwischen 1910 und 1926 flackerte noch einmal kurz das Licht auf, bevor dann endgültig Schluß war.
Heute kann man tgl. Schießereien miterleben oder sogar Gold waschen. 

Mir reichten ein paar Fotos als Erinnerung...

Für die letzte Nacht hatte ich mich im Knights Inn in Mesa eingebucht und schon beim Betreten des Zimmers wusste ich: das nächste Mal nimmste doch wieder ein Days Inn oder Super 8.


Auf den ersten Blick war alles so wie immer: ein gemachtes Bett, ein Fernseher, ein Bad.

Auf den 2. Blick hätte ich lieber verzichtet, denn man konnte den Vorgänger fast noch sehen. Die Mülleimer waren noch voll, eine leere Wassergalone stand neben dem Bett, es gab nur ein Handtuch und ein nasser Waschlappen hing über dem Duschvorhang.

Ich hatte allerdings keine große Lust mich jetzt ewig lange mit der Rezeptionsdame zu streiten. Schließlich war es nur eine Nacht und wenn ich erstmal fertig mit Räumen war, sah es hier noch viel schlimmer aus.

Wie am letzten Urlaubstag üblich, muß nämlich das ganze Auto aus- und was man da findet, in den Koffer eingeräumt werden.

Auf dem Hinflug brachte es mein Gepäck auf genau 20kg. Ohne Waage konnte ich nur schätzen, aber irgendwas sagte mir, als ich alles verstaut hatte, dass er jetzt das zulässige Höchstgewicht leicht überschritt. Egal. Ich werde es morgen am Flughafen schon sehen. Vielleicht drückt man ja in PHX auch so viele Augen zu, wie in Frankfurt.


gefahrene Meilen: 219

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Motel: Knights Inn, Mesa
           gebucht bei Wyndham für 32$ incl. TAX
Bewertung: man bekommt das, wofür man bezahlt. Selbst wenn ein Motel noch so neu ist: billig = "billig"








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