VONS lag am Weg zum Lake Mead und war fix erledigt. Den Stempel im Lake Mead Hauptquartier in Boulder bekam ich im Gegensatz zum 1. Oktober auch fix, ich konnte mich nun in Ruhe der Pfütze widmen, die Las Vegas mit Strom und Wasser versorgt.

Letzteres tut sie sicher keine 10 Jahre mehr, so wie das hier aussieht. Der weiße Streifen am Ufer markiert den Höchststand des Wasserspiegels und das ist sicher auch schon im letzten Jahrtausend gewesen.




In Las Vegas wurden in den letzten 10 Jahren nur noch wenige Hotels gebaut und ab dem Rezessionsjahr 2008 so gut wie keine mehr. Was hingegen ungebremst ist, ist die Bauwut was die Eigenheime angeht.


Ich kann mich nicht mehr so richtig an 2004 erinnern, als ich das erste Mal hier war aber ich meine, damals gab es kaum bewohntes Gebiet südlich des Airports. Heute liegt er im Zentrum. Und es sind nicht die Touristen, die sich Sorgen um den Wasserstand machen müssen, sondern die Bewohner der Stadt, die ihre Häuser auf 15° runterkühlen, ihre Pools füllen und den Rasen im Vorgarten und die Golfplätze zur Mittagszeit bei 45° im Schatten sprengen. 90% des Wasserverbrauchs geht auf ihre Kappe, nicht auf unsere !



Eine schöne Animation über den Boom Las Vegas‘ kann man hier sehen.
Der geringe Wasserstand sorgt auch dafür, daß ständig die Rampen, bei denen man sein Hausboot zu Wasser lassen kann, angestückelt werden müssen. Ab und an müssen Amerikaner jetzt auch zu Fuß gehen, um zum „Strand“ zu gelangen, weil die Straßen 100m vor dem Wasser plötzlich enden. Und weil das so ist, ist man oft ganz allein am Wasser. Laufen? Das geht ja gar nicht



Wie gesagt, noch 10 Jahre und dann wird es sicher auch die Lake Mead National Recreation Area nicht mehr geben. Denn wo kein Wasser ist, da ist auch kein Erholungsgebiet. Ich nutzte also noch schnell die Gunst des frühen Jahrzehnts und sackte schnell noch die Stempel ein, bevor es sieh nicht mehr gibt und zog von dannen.