Montag, 26. Mai                                                                                80°F



3 Uhr war ich das erste Mal wach. Aber nicht so wach, daß ich schon Koffer umpacken konnte. Das mußte bis zum richtigen wach warten.
Da diese Reise nicht jedermanns Sache ist, beschränke ich mich bei meinem Geschreibsel eher auf Dinge, die man kennt oder die man kennen sollte. Da ich zum stempeln und Staaten abhaken hier bin und daran die wenigsten Interesse haben und ich zu den ganzen Schlachtfeldern und Friedhöfen und Präsidentengeburtshäusern nur fahre, weil ich da meine Sammlung erweitern kann, werden die Tage mehr Fotos als Text beinhalten. Außer natürlich, es gibt Anekdoten oder Witziges zu erzählen.
Heute war Memorial Day. Ein nationaler Feiertag, der von allen begangen wird, außer vom Sicherheitsdienst, dem Krankenhauspersonal und von Verkäufern. Keine Ahnung, ob ich in den USA dann diesen Job machen würde, wenn alle frei haben, ich aber arbeiten muß. Ist halt manchmal doof, daß man niemanden fragen kann, wie es da drüben wirklich ist und wie es sich da lebt. Im Fernsehen wird ja immer nur geschimpft.
Müssen die von mir haben
Jedenfalls schienen sich, zumindest in South Carolina, alle Privatleute, die frei hatten, in ihrem Vorgarten zu treffen um Gerümpel vom Dachboden unter die Leute zu bringen. Hier würde man vermutlich Garagenverkauf dazu sagen. Ich fand es im Vorbeifahren einfach nur interessant. Ob in Dt. sowas erlaubt ist?


Garagenverkauf. engl: Yardsale


Das Wetter war erste Sahne und auch der Grundausstattungseinkauf konnte sich sehen lassen. 28$ und das Körbchen war grad mal halb voll.
Ich werde noch arm.

X
das weiße riesige Kästchen oben links schließt sich, wenn man mit der Maus kurz die Karte antippt

 

Mein 3. Ziel nach einer National Historic Site, bei der ich nur gestempelt, aber nicht geguckt hatte und dem Supermarkt, war die Carl Sandburg National Historic Site.

Ehrlich?

Ich hab absolut KEINE Ahnung, wer Carl Sandburg war.


  


 

Laut Anzeigentafeln war es ein Dichter und Lyriker. Mir war es egal. Da, wo er früher lebte, sah es hübsch aus, im Garten vor dem Hause wurde gerade musiziert und es gab was zu stempeln.


Hab grad mal gegooglet.

Es gibt doch etwas, was ich von ihm kenne. Ein Zitat:

„Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“