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  21./22. Mai 2011                                                             



Mein Flug sollte halb 2 Nachmittag starten und ich hab gestern noch überlegt, wann ich denn spätestens das Zimmer verlassen muß, um es rechtzeitig zu schaffen.

Da ich wegen des Anschlussfluges etwas nervös war, saß ich schon 8 Uhr im Auto und war zu Dollar unterwegs. Auf halber Strecke gönnte ich mir noch ein lecker Frühstück bei IHOP, dass für mich DIE Entdeckung des Urlaubs war und halb 10 stieg ich dann endgültig das letzte Mal aus dem Auto.

Der Dollarmensch war heute besonders gründlich, sicher, weil eine Frau das große Auto fuhr, aber ich mußte den Mann enttäuschen. Er hat nicht einen Kratzer gefunden, den er mir in Rechnung stellen konnte. Ich bin eine gute Autofahrerin. Sicher war er enttäuscht. Mir war’s allerdings egal, nach was er bezahlt wurde.

Vom Rental Car Center fahren Shuttelbusse zum Flughafen. Man muß beim Einsteigen nur wissen, mit welcher Fluggesellschaft man fliegt, denn es gab für jedes Terminal extra Busse. Continental und United haben sich im Terminal 2 eingebucht und genau vor deren Tür wurden wir aus dem Bus geschmissen. Es ist also alles ganz einfach.

Leider endete die Einfachheit mit Betreten der Check Inn Zone.

Schon mein erster Blick verriet mir: Mist. Check-Inn-Automaten.

Die Schlange vor den Schaltern war zwar nicht sooo lang, trotzdem dauerte es eine halbe Ewigkeit, bis ich endlich an der Reihe war. Zum einen, gab es immer wieder welche, die sich spontan überlegten, umzubuchen oder es war jemand dabei, der nicht wusste, wie rum der Pass eingelesen werden mußte oder die eine Gruppe aus 10 Norwegern, die alle in einen Flieger wollten, obwohl sie gar keine Tickets hatten.

Und dann kam mein Koffer auf die Waage.

50lp (23kg) waren erlaubt und mein Täschchen zeigte 52,5lb an. 2,5lb. Das sind 1,13kg. Ich winkte schon ab, als die Ticketlady mir sagte, dass der Koffer zu schwer sei.

Ich war entsetzt. Weniger wegen des Gewichtes, sondern wegen ihrer Reaktion. In Deutschland wären 1kg nicht mal ein Blick wert und hier sollte ich umräumen????
Nach langem hin und her hab ich dann 2 Hosen in mein Handgepäck gestopft und die Lady war’s zufrieden.

Auch wenn die ganze Eincheckprozedur hier in 5 Sätzen beschrieben wurde, so hat das ganze trotzdem anderthalb Stunden gebraucht, bis ich endlich meinen Koffer los und meine Bordkarte in der Hand hatte. Vielleicht sollte ich Phoenix doch maximal nur als Ankunftsflughafen wählen.

Bis ich endlich Richtung Houston abhob, setzte ich mich irgendwo in eine stille Ecke an einem nicht mit Menschen vollgestopften Gate, beobachtete die startenden Flieger und die Zwischenergebnisse des Pokalendspiels Schalke gegen Bielefeld. Auch die Anzeige meines Fluges behielt ich im Auge, denn ich sah mit Grausen, dass sich der Abflug bis jetzt um 20min verzögerte.

Meine Nervosität nahm zu, weil mein Zwischenaufenthalt nur 50min betrug.

Da den Abreisetag sowieso keiner mehr liest, kürze ich das ganze jetzt mal ab. Schalke hat überragend mit 5:0 gewonnen und darf sich nach einer schlechten Saison doch noch mal freuen. Ich habe den Anschlussflug geschafft, obwohl das Boarden schon begonnen hatte, als ich endlich den ersten Flieger verlies.

Der Flug von Houston nach Frankfurt, war bis auf die ständige Schüttelei, recht erträglich. Ich konnte zwischenzeitlich sogar die eine oder andere Minute schlafen.

Was ich noch erwähnen muß, ist die Veränderung des diesjährigen Continentalfluges im Vergleich zum letztjährigen.



2010 wäre ich erstens fast erfroren und die Bildschirme in den Sitzen liefen auch nicht zu meiner Zufriedenheit, doch dieses Jahr war es das ganze Gegenteil. Endlich normale Temperaturen, so dass ich es sogar die ganze Zeit kurzärmelig aushielt und es gab Breitbildschirme. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.




Pünktlich halb 12 landete ich in Frankfurt, wo auch schon mein „Taxi“ wartete.



13 Uhr war ich wieder zuhause, wo mindestens 5 halb vertrocknete Zimmerpflanzen nach mir schrien. Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal die Referenzen der Gießer genauer durchlesen…



* * * E N D E * * *

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Fazit:


Nicht alle Wünsche, die man hat, müssen immer in Erfüllung gehen.

Ich hätte mir die Sache mit Santa Fe und New Mexico gründlicher durch den Kopf gehen lassen sollen, dann wäre diese Reise sicher perfekter gewesen. So bekommt sie leider nur eine „3+“.

Arizona entpuppt sich immer mehr als mein Lieblingsbundesstaat, weil es hier alles gibt, was man sich als Südwesttourist wünschen kann. Rote Steine, reißende Flüsse, Kakteen, Gebirge, Canyons, unendliche Weiten und die Dörfer sind hier nicht ganz zu zugeschrottet, wie in New Mexico.

Am beeindruckendsten fand ich den Marble Canyon. Er hat mich wirklich in seinen Bann gezogen. Ich war hin und weg.

Auch das Death Valley war im Grunde in Ordnung, allerdings störten mich da ein wenig die Infrastruktur und die langen Wege. (Das eigentliche Visitorcenter befindet sich gerade im Bau, woraufhin ich lediglich mit einer Baracke zufrieden sein mußte)

Insgesamt bin ich 6006km gefahren, obwohl meine Hochrechnung nur 5000 ergab. Eine Last war die viele Fahrerei, außer in New Mexico, trotzdem so gut wie nie. Es macht mir Spaß, das Land im Vorbeifahren zu sehen.

Ich werde zwar auch weiterhin meine Reisen planen und alle Eventualitäten mit einrechnen, aber einfach mal nach dem Wetter fahren, hat durchaus seinen Reiz.

Enttäuscht war ich diesmal von der Tatsache, kein richtiges Steakessen gehabt zu haben. Entweder, ich hatte gerade kein Appetit oder es war einfach nichts Passendes aufzutreiben.

2013 bin ich in Kalifornien. Da wird sich sicher ein Steakhouse finden lassen.



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