6. Oktober 2015                                                                                15°C

2 Uhr.
Das kommt davon, wenn man 18 Uhr schlafen geht.
Ok, dann wecke ich eben meine Schwester. Ich brauche Unterhaltung !!!

5:30Uhr
Bericht der letzten 2 Tage ist fertig.
Und nun?

Erstmal einen Kaffee.
Natürlich kann man das Gebräu hier nicht als solches bezeichnen, aber was anderes hab ich grad nicht da. Wichtig ist nur, dass ich in Fahrt komme.
Apropos Fahrt.
Heute geht es nach Utah zu den Dinosauriern. Zumindest zu dem, was von ihnen übrig ist. „Lebende“ sieht man eh nur in Großwelka bei Bautzen.
Wenn ich es recht betrachte, habe ich heute nur ein Ziel und ich bin mir fast sicher, daß das zu wenig ist. Ich kann es nicht leiden, wenn ich schon vor dem Frühstück mit allem durch bin.
Frühstück. Gutes Stichwort.
Das gab es mal wieder bei IHOP, meinem Lieblingsfrühstücksladen.
Colorado Omelett mit gefühlt 3000kcal. Mein Hintern wird es mir irgendwann danken.



Als ich aus dem Lokal kam, ging auch langsam die Sonne auf. Sie läßt sich in letzter Zeit aber auch wirklich Zeit damit..
Richtung Colorado National Monument hing der Nebel noch sehr tief und irgendwie sah es richtig toll aus. Erst sah man die Straße, dann Bäume, dann eine weiße, wabernde Masse und oben drüber leuchteten die roten Steine des Monuments.



Aber leider lag dieses Ziel heute nicht auf meinem Weg.



Dafür kreuzte diesen welchen ein Cowboy, der gerade seine Pferde fütterte. Dieser Satz wird Dörte wieder zum Himmel schreien lassen, falls sie diesen Bericht überhaupt liest. Ich glaube, das war nicht mal richtiges Deutsch. Aber mir isses wurscht. Aber kommen wir jetzt zum Cowboy.
Ich habe ihn nur durch Zufall entdeckt, da ich spontan irgendwo rechts abbiegen mußte, weil einheimische „Raser“ mich mal wieder bedrängt hatten. Außerdem war in der Richtung das Licht wirklich toll und ich hoffte auf Nebelschwadenbilder mit dunkelgelber Sonne.
Beim Schreiben der Zeilen (ich schreibe den Tagesbericht immer am nächsten Morgen vor dem Aufstehen) fällt mir ein, daß der Tag heute mehr als ausgefüllt war und ich schneller schreiben muß, um alles in 2 Seiten Text zu quetschen. Ich kürze daher ab.
Nach 10 Cowboyfotos ging es weiter Richtung Norden immer entlang der Douglas Pass Road, die, wie ich jetzt finde, viel zu selten von Touristen genutzt bzw erwähnt wird. Die Ausblicke, die man von ihr hat, sind nämlich gigantisch. Vor allem bei dem Licht, was gerade vom Himmel leuchtete.
Die Stimmung war atemberaubend.



War der Tag gestern eine müde 2, war der heutige schon kurz nach der 2. Tasse Kaffee auf einer 8+ mit Tendenz zu einer 10.



Die ersten Meilen fährt man immer auf Berge zu und der Horizont scheint kaum näher zu kommen. Paar Meilen weiter schlängelt man sich dann einige Meter nach oben und hat herrliche Ausblicke Richtung Süden und der blendenden Sonne. Die letzten Meilen Richtung Dinosaur sind dann eher durchwachsen, aber perfekt, um seinen Gedanken nachzuhängen.




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