Am Ende der Zufahrt zum Park steht ein Utah Welcome Center und dort fragte ich dann nach, was ich heute noch so anstellen könnte bzw. wollte von der Lady am Tresen wissen, ob denn der Fantasy Canyon einfach zu erreichen war.
Den hatte ich nicht auf dem Plan gehabt, weil er immer noch als Secret gilt und Secrets sind normalerweise nur schwer zu erreichen.
Heute weiß ich: Kinderkram



Die Dame konnte mir zwar nicht sagen, wie die Road hieß, die da hinführte, aber für Margret war es ein Kinderspiel. Bis zum Abzweig zur Watson Rd, so heißt die Piste, war alles komplett asphaltiert  und später steht an jeder Biegung, bei der man sich verfahren könnte, ein Schild des BLM, ob man nach rechts oder links abzweigen muß.

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Den Zustand der Watson Rd würde ich mit einer 7 bis 8 benoten.
Leicht holperig, aber sogar mit einem normalen PKW machbar. Erst die letzten 200m waren etwas glibberig, da es gestern geregnet hatte und der Boden hier ein Lehm-Ton-Sand-Gemisch war.


Gewitter? Ach was...


Den Canyon hatte ich im Übrigen die ganze Zeit für mich alleine. Und was soll ich sagen?
Es war toll.

 



Ich hab ja schon viele Steinhäufchen und Kleckerburgen und Hoodoos gesehen, aber das hier war schon einmalig. Meistens erkennt man wie sowas entstand, aber hier war ich ein wenig überfragt. Sicher waren auch hier Wasser und Wind involviert, aber trotzdem sah es bizarr aus. So matschig im Ursprung.



 


Die bekannten Fotos entstanden alle bei Sonnenuntergang und deswegen waren sie in diesen Orangetönen zu sehen. Hier war es 14 Uhr und die Sonne stand senkrecht. Auch wenn alles grau war, war es doch ein Abstecher, den ich immer wieder machen würde. Nicht gleich nächstes Jahr, aber wenn ich mal wieder in der Gegend bin… Wieso nicht?

 





Als ich die Tour plante, hatte ich die verkürzten Tage einberechnet. Sonne geht spät auf und Sonne geht früh unter.
Also lieber nicht so viel reinquetschen, bevor ich dann nicht alles schaffe.
Momentan sah es allerdings anders aus.
Ich hatte Zeit ohne Ende und 15 Uhr war zu früh zum Einchecken im Motel.
Und dann kam ich an einem National Wildlife Refuge vorbei und dachte mir: och jooo. Wieso nicht Vögel gucken?

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Auf dem Hinflug sah ich ein Stück des Filmes „The Big Year“ und wollte mal schauen, auf welche Anzahl Vögel ich denn so komme.



Im kleinen Besucherzentrum erkundigte ich mich deshalb, was es hier in diesem Landstrich zu sehen gab. Mein Englisch ist zwar gut, aber ich beschränke mich normalerweise auf Smalltalks und deswegen war das Gespräch auch eher einseitig. Sie redete und ich ... versuchte diverse Vogelarten ins Deutsche zu übersetzen.
Crane.
Das hab ich verstanden.







Und genau diese Vögel gab es hier so zahlreich, als würden sie hier gezüchtet werden. Nur leider hatten sie Angst vor mir oder meinem Auto und sind geflüchtet, sobald ich um die Ecke kam. Auch die Wildpferde wollten nicht wirklich und die Fotos sehen eher matschig aus.




 


Alles in allem war es ein netter Abstecher und Stempel gab es hier auch noch.
Den Tag beendete ich dann mit Tanken, kurz zu Wal-Mart fahren und Abendessen mit kalter Küche auf dem Zimmer.
Morgen muß ich später losfahren. Es gibt nämlich wieder nur 3 Ziele.


Fazit zum Tag: Note 9+


Motel: Super 8, Vernal

 


Gefahrene Meilen: 277


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