12. Oktober


Heute folgten wir dem Lockruf Kaliforniens. Nein, weniger wegen des Goldes, sondern eher das Meer und die Redwoods riefen.

Bevor es soweit war, schlugen wir uns noch bei Dennys die Mägen voll und beantworteten am „Grenzübergang“ nach god old California so eine dusselige Frage, ob wir denn verderbliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse mit ins Land bringen würden.


Anfangs dachte ich, die Lady vom Zoll oder so ähnlich, verkohlt uns, aber die meinte es tatsächlich ernst. Und genauso ernst hab ich dann geantwortet: nein, kein Obst und kein Gemüse.

Sie lächelte, war zufrieden und 10km weiter haben Frau P. und ich uns einen Apfel geteilt.
Menschen wollen verarscht werden. Nichts anderes.. 
Schon auf dem Weg nach Crescent City bemerkten wir, wie groß die Bäume hier plötzlich waren. Bis zur Grenze waren es nur die üblichen Verdächtigen, wie Espen, Tannen und Co, aber jetzt sah man nur Stamm. Dann Stamm, dann eine Weile nichts und am Ende etwas grün. Man kam sich hier vor wie in Liliput. Winzig.

Die Stateparks ließen wir allerdings erstmal sprichwörtlich links liegen. Erstes Ziel war ein Visitorcenter, wo wir uns Infos holen wollten, wo es denn die höchsten und größten Bäume gibt und was man sich nicht entgehen lassen darf und wo man evtl. vorbeifahren kann.

Bevor es jedoch soweit war, parkten wir kurz am stadteigenen "Strand". Nach dem ganzen Wald der letzten Tage tat der Anblick richtig gut. Außerdem war ich ewig schon nicht mehr am Meer gewesen.





Nur kalt war es. Und windig.
Aber für 2, 3 Fotos war es auszuhalten.
Halb 2 waren wir bei einem Mitarbeiter der Nationalparkbehörde vorstellig. Anscheinend mochte er seinen Job.



Wir erklärten ihm, daß wir von hier nach Eureka müssen und interessieren uns für schöne Dinge, die man auf dem Weg dahin ansehen kann.
Eigentlich war es nicht schwer zu verstehen.
13:30Uhr.
18 Uhr ist Sonnenuntergang.
Und es sind noch 132km.
Es macht also wenig Sinn, nach Norden zu fahren, um in irgendeinem Park ein 10Meilen-Ründchen zu drehen.
Vermutlich ist es denen wurscht, was die Touristen wollen. Sie haben eine Karte, auf der Karte sind Punkte und diese Punkte werden erklärt. Alles andere verursacht bei denen sicher ein Error.
Wir hatten dann jedenfalls beschlossen, ihn reden und Punkte markieren zu lassen, ich hab meinen Stempel geholt, später die bunte Karte eingepackt und sind dann Richtung Süden aufgebrochen.