7. Oktober 2015                                                                              22°C


Der Tag heute hat so angefangen, wie der gestrige aufgehört hatte, nur daß das Sonnenlicht aus der anderen Richtung kam.
Strahlend blauer Himmel und mein Ziel ist Wyoming, wo sich Hase und Pferd und Rindvieh gute Nacht sagen.





Hoffentlich ziehen am Himmel später wieder diese kleinen sortierten Wölkchen  entlang. Das wäre genial, weil es hübsch aussieht und man sich so winzig vorkommt.





Apropos winzig:

Nein, das muß warten. Bevor ich am Red Canyon überlegte, ob ich runterspringen soll, war ich noch kurz am Staudamm an der Flaming Gorge, der den Green River anstaut und eine nette Landschaft geschaffen hat. Blaugrünes Wasser und Fische soll es hier auch geben. Zumindest glauben es die vielen Angler, die da in ihren Booten große Kreise ziehen.








Ich hielt mich da nicht zu lange auf. Sackte nur 3 Stempel und 10 Fotos ein und fuhr dann weiter Richtung Red Canyon.
Normalerweise wäre an dieser Stelle wieder eine Anekdote fällig, aber es passierte rein gar nichts. Fahren. Gucken. Essen. Trinken. Gucken. Fahren. Und die Sonne knallt bei 19°C vom Himmel.




Daß Nachsaison ist, merkt man auch. Man muß schon enormes Glück haben, anderen Fahrzeugen zu begegnen. Am Rand es Canyons traf ich dann noch den einen oder anderen Knipser, aber das ist kaum der Rede wert.
So, kommen wir jetzt zum „Apropos klein“:
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Mir fällt immer wieder auf, daß wenn ich am Rand von Schluchten oder Canyons stehe, daß es einen irgendwie nach unten zieht. Man steht da oben und die nächste Stellfläche für die Füße befindet sich 3000 Fuß unter einem und man muß sich arg bremsen, damit die Erdanziehung nicht gewinnt.

Oder liegt es daran, daß man ja in 3D sieht und alles, was das Hirn nicht begreift, will man anfassen und da das in dem Fall nicht geht..

Ist wie bei 3D-Bildern. Sobald man die Brille an hat, greift man rein.

Jedenfalls stand ich da oben und die Fotos können die Szenerie in keinster Weise wiedergeben. Es war riesig. Groß. Tief. Still. Magisch.



Dagegen ist das Rheintal ein mickriges Rinsal mit Rand.
Leider hatte das Besucherzentrum schon geschlossen. Immerhin ist ja hier schon Winter..
Aber ich will mich nicht schon wieder aufregen. Es läuft grad so gut.



Und das trifft es auch beim Sheep Creek Loop. Ein asphaltierter Rundkurs durch die Erdgeschichte.





Ich weiß nicht, was ich hier noch schreiben soll, ohne das jeder einschläft, aber es war toll. Die gelben Espen am Straßenrand, der blaue Himmel, die riesigen Felswände… Kitsch in Tüten sozusagen.

 

War ganz schön anstrengend, ständig ein- und auszusteigen. Irgendwann hab ich mich dann gar nicht mehr angeschnallt, weil es viel zu lange dauerte. Klar, daß das Auto da gemeckert hat. Aber es ist wie mit allem im Leben: Prioritäten und Effizienz.



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