Ursprünglich wollte ich als nächstes auf Antelope Island und später noch zur Hill Airforce Base, wo man sich alte Militärflieger anschauen kann. Da mir die Landschaft aber hier sehr zusprach, tauschte ich kurzerhand die Pläne und guckte zuerst Flieger an und im Nachinein muß ich sagen: weise Entscheidung. Das Beste sollte man sich immer für den Schluß aufheben.




Die Flieger sind ja ganz nett, doch bei näherer Betrachtung schon arg abgewirtschaftet. Fast so, wie diese alten Marineschiffe, die man sich immer anschauen kann. Abgewrackte Blechhaufen, die von Nieten und Aufklebern zusammengehalten werden.
Zum Glück war der Eintritt kostenlos.




Apropos billig:
Wenn ich einer Besucherzentrumansichtskartenkassiererin bei einer Summe von 3,60$ ein 10ct-Stück zu meinem 5$-Schein dazulege, was ist so schwer daran, mir darauf rauszugeben? Sie lächelte nur verlegen und sagte, daß sie jetzt nur die 5$ eingetippt hatte und mit den 10ct nicht weiter weiß. Ich lächelte zurück, hätte ihr aber am liebsten den Zehner um die Ohren gehauen. Weiß sie denn nicht, daß mir Quarter lieber sind, als dieser Kleinschiss?
Für Antelope Island mußte ich später 10$ ausgeben.
Ein Haufen Geld für eine Landschaft, die man weiter nördlich auch gratis haben kann. Aber was soll’s.



Es war ja nicht übel so mitten im Salzsee, den man sich allerdings an den meisten Stellen denken mußte. Als „Great“ würde ich ihn jetzt nicht bezeichnen. Aber wer will schon ans Wasser, da es doch ein Wasser ist, in das man nicht freiwillig steigen möchte. Es roch hier zwar nicht so streng wie 2004, aber mir sah es doch recht menschenfeindlich aus. Ich kann mich aber auch irren.







Die Hauptattraktion der Insel sind die Bisons, die es hier massenweise geben soll und kaum hatte ich es zuende gedacht, mußte ich auch schon in die Eisen steigen.
Es war wie im Yellowstone. Nur mit weniger Dampf hinter den Bäumen, die es hier im Übrigen auch nicht gibt. Hier gibt’s nur gelbes Gras und Büsche.






Weiter im Süden gibt es noch eine Ex-Farm, die kann man sich aber schenken. Nix, was es nicht woanders viel hübscher und sehenswerter gibt.
Ob diese Insel einen 2. Besuch verdient, überlege ich mir noch. Es war hübsch und so. Aber… ach, ich weiß nicht.




„Weiß nicht“ würde auch Margret sagen, wenn ich sie später gefragt hätte, wieso sie mich, statt zum Motel, in ein mexikanisch-spanisches Viertel geschickt hat.
Ich hab fast eine Stunde damit zugebracht, ihren Fehler zu korrigieren und versucht, diese verzwickten Straßenbezeichnungen ins Navi zu hacken. In Deutschland gibt es nur Straßennamen und Hausnummern. Hier heißt es Exit 343 2500W 1900S. Dafür, daß Margret Straße und Nummer will, ist es ein hoffnungsloses Unterfangen.





Bei der nächsten Routenplanung muß ich darauf achten, daß sie die richtigen Infos eingespeichert bekommt.
Am Ende war ich nur eine Abfahrt zu früh runtergelotst worden. Aber schon komisch, was paar Meter so ausmachen.

Was passiert eigentlich, wenn man als Nichtmormone die Tür eines Mormonentempels öffnet?


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Motel: Super 8, Ogden



  Gefahrene Meilen: 270


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