Kurz nach dem Ende der Strecke zweigte links die Zufahrt zum Muley Point ab, an der ich natürlich erstmal vorbeigerauscht bin, denn so schnell hätte ich mit dem Weg nicht gerechnet.
Wie sagt man so schön: ich hab ein paar Meter weiter ein Dreherle gemacht und harrte der Dinge, die da kommen.
Der Weg fuhr sich sehr gut. Kein Steinchen weit und breit und der Sand war nicht wirklich gefährlich. Man fuhr zwar wie auf Eiern aber weit rutschen konnte man eh nicht. Es war richtig toll.
Auch hier war ich weit und breit der einzigste Mensch und da es nur eine Straße gab, hatte ich auch nie das Gefühl, falsch zu sein.





Ein paar Meilen später hatte ich es geschafft und gesellte mich zu einem bereits dastehenden Auto dazu.

Ich packte meine Kamera und bestaunte die Gegend.







Leider war die Stimmung durch das ständig kichernde und glucksende Pärchen, welches da ihr Unwesen trieb, etwas dahin, aber Gott sei Dank gibt es Fotos mit Ton noch nicht.

Ich fand, der Muley Point war ein Abstecher wert. Der Anblick war toll und irgendwie war es, wie „einen ersten Überblick verschaffen“. 







Nach 20 Bildern hab ich die beiden dann wieder alleine gelassen und habe mich zu Tagesziel 4 aufgemacht.


Die meiste Zeit war ich auf der 261 alleine unterwegs, obwohl es schon später Vormittag war. Und während ich so durch die Einsamkeit cruiste, fragte ich mich immer wieder: wenn hier niemand langfährt, wozu hat man dann diese Straße gebaut? Es war schon fast unheimlich.

Egal, je weniger los war, um so mehr Platz und Freiraum hatte ich und konnte auch mal auf der Straße rumeiern, wenn ich mal wieder mit dem linken Knie steuerte und mit dem rechten während der Fahrt Fotos machte. Die beiden Hände brauchte ich zum Karte lesen und Radiosender suchen.

Ich war grad so richtig schön am fahren und gucken und grübeln, als es plötzlich "pling pling pling" machte und ich in Bruchteilen einer Sekunde in die Wirklichkeit zurückkatapultiert wurde. So wirklich traute ich mich nicht, Richtung Tacho zu sehen, denn sicher wartete da eine furchtbar böse Überraschung auf mich.



Ich zögerte es weitere 2 Sekunden hinaus und dann sah ich dem Unausweichlichen ins Auge:
Man, da hat aber mein Herz einen Hopser gemacht. Ich sah mich schon im nächsten Straßengraben liegen oder unter dem Auto nach dem Ersatzrad suchen, dabei war es nur ein popeliger Ölwechsel.

Ständig laß ich in Berichten, wie einfach mit sowas umgegangen wird und so betätigte ich die Reset-Taste und der Fall war erstmal vom Tisch. Um so Kleinigkeiten würde ich mich in Moab kümmern. Wenn überhaupt.






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