Tag 6 - 1. Mai

Als ich heute morgen aufwachte, war es mal wieder stockeduster draußen. Ich schnappte mir also mein NB und schrieb weiter an meinem Bericht. Normal hätte ich dazu einen Kaffee gebraucht, aber auch hier gab es keine Kaffeemaschine auf dem Zimmer und die Lobby war auch noch zu. 





6 Uhr packte ich dann meinen Kram zusammen und habe dann meinen Schlüssel auf den Tresen gelegt, denn gearbeitet wurde hier erst ab halb 7. Ich schnappte mir einen Kaffee to go, packte mir noch für 75ct einen Heidelbeerdonat ein, knipste vor dem Fenster die Kolibris und verschwand dann auf nimmer Wiedersehen. 


Im Nachhinein hab ich für 66$ mehr erwartet. Und wenn es nur ein kostenloses Frühstück ist. Alles was es gratis gab, waren der Kaffee und heißes Wasser. Alles andere kostete zwischen 50ct und 1,50$. Auch das Zimmer, war eher unterer Standart. Ich hab fast 30min damit zugebracht, eine Steckdose zu finden, die nah am Bett angebracht war, die Toilettenspülung raubte mir ebenfalls den letzten Nerv, weil es ständig irgendwie tropfte und gluckste und die Vorhänge an dem kleinen Fenster über der Dusche waren Frotteehandtücher, die auf die richtige Länge zurechtgesägt wurden…

Da ich jetzt in Utah war und hier die Spritpreise um mindestens 30ct höher lagen als in Arizona, fuhr ich gleich neben dem Motel die Tanke an. Regular sollte 3,29 kosten und wieder einmal musste ich vorher bezahlen.

Auch die Zapfvorrichtung war eine ganz andere, als ich sie bisher gesehen hatte, denn bevor man den Tank füllen konnte, musste man noch einen Hebel umlegen. 


Erst dann merkte ich, dass hier die 87 Oktan nicht Regular waren, sondern super. Sie hatten noch einmal 86 Oktan anzubieten. Und da mir die Sache zu heikel war, zahlte ich stolze 6ct mehr, als für die 86.
Gestern noch 2,89 und heute morgen 3,35$. Kaum zu fassen so was.

Dann werde ich eben ab heute noch sparsamer fahren. Irgendwie hole ich das Geld schon wieder raus.






Auf meinen ersten Tagesordnungspunkt freute ich mich schon. Es war zwar mal wieder eine unbefestigte Strecke, aber wenn sie nur halb so gut war, wie 2006 und 10 mal so gut, wie die Strecke im MV, war ich schon zufrieden.

Nach 26km Richtung Süden bog ich dann ins Valley of the Gods ab und kaum hatte ich die Senke erreicht, durfte ich auch schon bremsen, denn es hatten sich 3 Rindviehcher samt Jungen auf dem Weg gemütlich gemacht.

Meine Kamera lag die ganze Zeit griffbereit auf dem Beifahrersitz und war immer angeschaltet. 





2006 waren wir eher unfreiwillig hier, denn eigentlich wollten wir nur zum Moki Dugway. Damals hatte ich nur die Information, dass es sich um eine unbefestigte Serpentine handelt und so sind wir kurz davor einfach rechts abgebogen.

Tja… statt des Weges nach oben ging es halt durch das Tal. Da wir hier aber gar nicht wirklich hinwollten, haben wir auch nicht ein Bild gemacht. Immer auf der Suche nach dem Anstieg, hatten wir überhaupt keine Augen für das Tal der Götter. Nach 30 Meilen waren wir zurück auf der Straße und irgendwie enttäuscht. Einerseits von der sinnlos verfahrenen Zeit und andererseits von meiner nicht perfekten Planung.


Heute war es anders.

Ich wollte hier hin und ich wusste, wo ich den Esel-Enten-Weg finde. 





Margret meinte, um durch das Tal zu fahren, braucht man 1 Stunde und 5 min. Ich setzte mal 2 Stunden an, denn ich musste ja ständig wegen der tollen Motive anhalten.

Was mich am meisten erstaunte, waren die vielen Wildcamper. Fast hinter jedem Steinhaufen und in der Nähe jeden Creeks standen ein Auto und ein Zelt. Schade, dass ich diesen Urlaub in Motels verbringen „musste“, denn die Kulisse hier war herrlich. 





Die Straßenverhältnisse hatten sich seit 2006 nicht verändert und es war ein schönes Fahren. Bis auf einmal, als ich eine Bodenwelle in einer Senke übersah und einen Luftsprung machte. Eigentlich war bei so was ein Achsbruch wahrscheinlich, aber Auto steckte es weg wie nichts. Kein Blinken irgendwelcher Lämpchen und so fuhr ich beruhigt weiter und hielt hier und da an, um das Tal im best möglichen Licht einzufangen.





Erst auf den letzten 10km wurde es etwas langweilig, aber egal.
Nach 1 Stunde und 5 Minuten war ich zurück auf der Straße und …………mooooment. Woher wusste Margret, dass ich unterwegs anhalte? Oder ging sie davon aus, dass man auf dieser Straße nur in Schrittgeschwindigkeit fährt? Ich war echt verblüfft.




seht ihr die Camper am Hang?





Auf dem Weg zum Moki-Dugway schaute ich immer wieder in Richtung des Hanges, konnte aber irgendwie keine Straße entdecken. Ich lies mich einfach überraschen, was nun auf mich zukommen wird.


Wenn man den Hinweis- und Warnschildern glauben darf, so würde mich eine schwere Fahrt erwarten.

Doch es war leichter als ich dachte nach oben zu kommen. Die Straße hatte zwar nirgendwo ein Geländer, aber sie war breit genug, um eventuellem Gegenverkehr auszuweichen. Je höher ich fuhr, umso spektakulärer wurde die Aussicht. Leider konnte man nicht so oft anhalten, wie man wollte, aber das tat dem Ganzen keinen Abbruch.
Kurz vor dem Ende gab es eine Stelle zum Halten und ich bekam endlich einen Teil der Streckenführung zu sehen. Genial 







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