13. Oktober 



Heute war Samstag und zur Feier des Tages gönnten wir uns wieder einmal Dennys. Ja, ich weiß, das Zeug, was sie einem da servieren, war alles andere, nur nicht gut für die Hüften, aber was solls. Man lebt nur einmal und Urlaub in USA ist auch nicht öfter. 
Und damit uns das schlechte Gewissen nicht allzu sehr plagen würde, entschlossen wir uns zu einem morgendlichen Stadtbummel. Immerhin kann man hier eines der meistfotografierten Häuser in ganz Amerika sehen. 


Es handelt sich dabei um das Carson Mansion. Oder heißt es „die“? Es ist jedenfalls eine Villa, in der sich ein Privatclub befindet. Und was privat heißt, dürfte jedem bekannt sein. Wir konnten es knipsen, aber nur von außen und nur von vorn.
Nachdem das ausgiebig getan wurde, setzten wir unseren Spaziergang fort und spätestens jetzt fingen wir das Grübeln an.





Immerhin war heute Samstag. Die meisten Leute haben frei und können sich daher den liebsten Hobbys widmen. Nichts tun, bummeln und einkaufen.


Zumindest in Deutschland würden sie es tun. Hier hingegen schienen sie bis in die Puppen zu schlafen. Die Stadt war wie ausgestorben.


Wie in der Doku: „Die Erde nach dem Menschen“ oder so ähnlich. Das einzige, was sich hier noch bewegte, waren der kalte Wind und die Ampelphasen.


Viele Geschäfte waren noch oder für immer geschlossen. Auch sonst machte die Stadt einen eher unaufgeräumten bzw. verlassenen Eindruck. Eine kommende Geisterstadt?