Es dauerte zwar noch eine halbe Ewigkeit bis wir endlich an den Pazifik kamen, aber als wir ihn dann endlich sahen, fühlten wir uns, als würden wir Richtung Licht am Ende des Tunnels fahren.
Plötzlich wurde es hell und weit und … Meer.
Die erste Haltebucht gehörte uns.
Hach, war das schön. 


Ich bin ja im Wald aufgewachsen und fühle mich da im Grunde heimisch, aber irgendwann muß auch Schluß sein. So bisschen Wasser tut auch mal gut. Nicht unbedingt an den Füßen, sondern eher zum Gucken. Es ist schon was anderes, wenn man bis zum Horizont schauen kann, statt immer nur auf Bäume oder Felsen oder die andere Seite des Rheintales..



Eigentlich war es hier perfekt.
Die Sonne schien vom stahlblauen Himmel. Die Temperaturen waren genau richtig, wir sahen jede Menge Pelikane und Möwen und andere Wasservögel, die Straße war wenig befahren und wir lagen gut in der Zeit.
Kurz hinter Fort Bragg, wo wir einen kurzen Stopp einlegten und uns eine „Stinktier Eisenbahn“ ansahen, wegen der man aber nicht unbedingt herfahren muß, bogen wir rechts zum Point Cabrillo Lighthouse ab.




(Visitorcenter Fort Bragg)


Im Visitorcenter in Crescent City hatten wir eine Broschüre eingepackt, auf der sämtliche Leuchttürme der kalifornischen Küste eingezeichnet und beschrieben waren und Frau P äußerte den Wunsch, so viele wie möglich davon zu besuchen und vielleicht sogar hinaufzuklettern. Und da wir grad eh nichts Besseres zu tun hatten…

Kaum waren wir an der Küste, die 101 verlief etwas im Landesinneren, kam Nebel auf und es blies ein eisiger Wind.


Der Weg zum Leuchtturm war eine ca. 2km lange asphaltierte Straße und da mich in letzter Zeit mein Rücken arg zwickte, lief es sich nicht besonders gut.

Je näher wir kamen umso komischer sah der Leuchtturm dann aber aus. Irgendwas stimmte da nicht. Wieso sah er so unförmig aus?
100m vor dem Ziel wußten wir es dann: er war komplett in Folie eingepackt und da, wo die Folie auf dem Dach angebracht war, hatte man sie rot angepinselt.

Weiß der Geier, weshalb. Ich glaub kaum, daß es zum Schutz vor dem Winter war.


Schließlich stehen Leuchttürme immer an der Küste und sind den Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Da nimmt man nunmal kein Birkenholz, sondern was stabiles. Was also sollte das?



Nach 3 Fotos sind wir jedenfalls wieder abgezogen, denn auch der Turm selber war geschlossen. Mal wieder „Closed for Season“

Halb 5 waren wir am Auto und haben die nächsten 200km in einem Stück abgespult.

Nur als Tipp: die CA 128, die als sehenswert auf meiner Karte eingezeichnet ist, war es nicht. Eine ermüdende Dorfstraße ohne nennenswerte Punkte, die man sehen müßte. Sterbenslangweilig und nicht enden wollend.

Wir waren erst nach 20 Uhr im Motel, weil wir vorher noch Margret den Auftrag erteilten, uns zu einem Supermarkt zu bringen. Leider ist die Dame auf dem Stand von 2009. Es hat ewig gedauert, bis wir in einem „Luckys“ etwas zu essen fanden..




Gefahrene Meilen: 276,6

Motel: Rodeway Inn, Rohnert Park