Rankpro.de  


Tagesziel Nummer 2 war der Kolob Canyon im Zion Nationalpark, der ca. 50km vom Snow Canyon entfernt war, was in amerikanischen Verhältnissen ein kurzer Abstecher ist.


Leider verschlechterte sich das Wetter zusehends und ein starker Wind kam auf. Auch wurden die Wolken immer dichter und dunkler und am Visitorcenter des Parkes begann es sogar leicht zu regnen.


Der Wind entwickelte sich zu einem mittelprächtigen Sturm und die Temperaturen sackten merklich in den Keller.


Lange wollte ich mich hier eh nicht aufhalten. Nur schnell den Stempel und evtl. eine Postkarte kaufen, hoch zum Canyon fahren, 3 oder 4 Fotos machen und dann wieder zurück nach St. George.

Je höher ich fuhr, umso kälter und windiger wurde es und in der Ferne sah man auch, wie sich die Wolken quasi über den Bergen abregneten.



(anklicken für pdf-Vollversion)





Oben angekommen, musste ich alles festhalten, um nicht weggeweht zu werden und auch alles im Auto, was da so rumlag, begann sich zu verflüchtigen, sobald ich die Autotür öffnete. Nach 2 Fotos musste ich zurück, denn es war wirklich besucherunfreundlich.



Wenn man sich hier das Drumrum so ansah, sollte man eigentlich morgen noch einmal wiederkommen. Heute war kein Tag für Wanderungen und Fotostopps, obwohl es gerade dieses Fleckchen Erde verdient hätte, näher erkundet zu werden.

Als ich die Rückfahrt antrat, bemerkte ich ein Zeichen in der Armaturenanzeige, welches nicht erlosch, als ich den Motor startete.

Es war die Traktionskontrolle und ich erinnerte mich an einen Vorfall bei Silke, die so was ähnliches auch schon mal hatte.
Hinter dem Ganghebel gab es einen Knopf, den man drücken konnte, aber leider leuchtete das Licht unverändert und ich bekam langsam Herzklopfen.

Ich parkte an der nächsten Möglichkeit, schaltete den Motor aus und kramte im Handschuhfach nach der Gebrauchsanweisung für den Ford.



Da mein Benutzerhandbuchenglisch alles andere als rosig ist, wollte ich die Seite für alle Fälle mal fotografieren und später dann im Forum ausdiskutieren.

Ich nahm meine Kamera, schaltete sie an, drückte auf den Knopf für den Blitz und klack, klack, klack…. Error.

Scheiße.

Was denn jetzt?

Wieso kam der Blitz nicht raus?

Und da sah ich, was der Foto-mit-Felsen-Zusammenprall angerichtet hatte.

Ein Stück Plastik hatte sich durch den Aufprall so abgeschabt, dass es sich wie ein Riegel vor den Blitz schob und er so nicht hochklappen konnte.

Ich schaltete die Kamera aus und legte selber Hand an. Mit ein bisschen schieben und drücken hab ich es hinbekommen. Aber ich sollte später dann noch einmal mit dem Messer…

Ich knipste schnell die Seite und startete dann den Motor und siehe da: das Licht war aus.

Wie schnell sich doch die Dinge manchmal von selbst regelten.



Mein Fazit zum Kolob Canyon:

er sieht genauso aus, wie der hauptteil des Zion NP's, nur sind hier weniger Leute unterwegs.
Und ich werde wiederkommen müssen, den die Fotos sehen "Dank" des Wetters ziemlich matschig aus.
 
Größere Kartenansicht

Als ich später wieder auf der I15 Richtung Süden war, überlegte ich, wie es denn heute nun weiterging.

Soll ich nach Rockeville zur kleinen Ghosttown fahren oder eher nicht? Es war erst 3 Uhr Nachmittag und ich hatte wirklich noch Zeit genug und auch der Himmel sah ostwärts schöner aus, als über St. George.
100m vor der Abfahrt setzte ich den Blinker und fuhr rechts ab.
Es war wie immer beeindruckend, hier lang zu fahren und das Spiel von Sonne und Wolken tat sein Übriges.


Es war herrlich zu fahren und ich war wieder mit mir im Reinen.

Nur ob ich wirklich bis Rockeville soll? Was ist, wenn ich die Ghosttown nicht finde? Fahre ich gleich zum Zion? Ach ich weiß nicht. Ich entscheide das spontan.

Kaum hatte ich das zu Ende gedacht, kam ich nach Virgin und sah links das „Fort“, welches eigentlich keins ist, sondern ein Handelsposten. Viel Erklärungen kann man im Netz darüber allerdings nicht finden. Der offizielle Name lautet: „Fort Zion Tradingpost“



Mein Ziel Nr. 3 war für heute gefunden und den Rest hob ich mir für morgen auf, denn ich kam hier eh wieder lang.

Bevor ich mir die seltsam gestalteten Nachbauten anschaute, begann aber erstmal „Operation Blitz“.

Ich nahm meine Canon, ging zum Kofferraum, wo ich mein Werkzeug gelagert hatte und begann die Schnitzerei mit meinem kleinen Küchenmesser.



Keine Angst, es klingt schlimmer als es ist und außerdem weiß ich was ich tue.
Fazit: Alles funktionierte tadellos, der Blitz klappte wieder aus und es hatte fast den Anschein, als wäre nie was gewesen. Nur (für teuer Geld) verkaufen werde ich sie jetzt wohl nicht mehr können.

Im Laden schlenderte ich eine Zeitlang durch die Regale und mal wieder fragte ich mich, wie oft die da Staub wischen mussten. Es sah alles anstandslos sauber aus. Sogar zwischen dem kleinsten Nippes fand man nicht ein Staubkorn.



Zum Schluß erstand ich schnell noch eine Postkarte, draußen knippste ich die Häuschen, die wirklich skurril aussahen und schon war ich wieder auf dem Weg in Richtung Motel.



Da ich nur noch ein Brötchen hatte, hielt ich in Hurricane schnell beim Walmart, wobei „schnell“ Auslegungssache ist. Gut eine Stunde war ich da drinnen unterwegs und hab geguckt und fotografiert und Preise verglichen und mich vom Kaufen abgehalten.

Zurück im Motel gab es später nur noch kalte Küche und ich versuchte mal wieder ein funktionierendes Netz zu finden, welches nicht schon nach 1min wieder verschwunden war.

Gegen 20 Uhr knipste ich nach einem wunderbaren Tag das Licht aus.

gefahrene Meilen: 133



                                            Startseite: