Die Fahrt in die Stadt war jetzt quasi eine Wiederholung von 2006: erst leuchtete der Himmel noch im schönsten blau, aber sobald man an der Bucht ankommt, fährt man in die dicke Suppe und man kann nur raten, wo sich die Golden Gate Bridge befindet.
Wir gönnten uns trotzdem den Spaß und fuhren zum berühmten Aussichtspunkt, allerdings nur um festzustellen: weiß.


Auch die 2. Anlaufstelle, der Golden Gate Erholungspark war ein Reinfall. Sonntags arbeitet man hier nur bis 16:30Uhr. Wir kamen 3 Minuten zu spät, um noch einen Stempel zu ergattern. 
Ok, abgehakt. Eins hatte ich noch in Petto.
Östlich der Golden Gate gab es noch einen Aussichtspunkt, an dem ich noch nicht war. Nicht den, wo man gerade auf die Brücke schaut, sondern unten am Yachthafen. 


Ich holte also Margret hervor und markierte den Punkt auf der Karte.
Ich weiß nicht mehr, wer von uns beiden nun die Schuld am Versagen trägt, jedenfalls fuhren wir nicht zum Yachthafen, sondern geradewegs zur Brücke. Kurz nach dem Bunker Road Tunnel hätten wir links abbiegen müssen, sind aber blöderweise weiter geradeaus gefahren. Und wenn man den Abzweig verpaßt, gibt es kein Zurück mehr. 

Also muß ich das ganze wieder einmal vertagen. Vielleicht kommen wir ja übermorgen wieder hierher.

Bei der Überfahrt konnten wir jetzt auch endlich die bekannten Pfeiler sehen. Wenigstens ein bisschen hatte sich nämlich der Nebel verzogen.

Unser Motel, das Travelodge by the Bay lag mitten auf der Lombard Street, eine der am meisten befahrenen Straßen der Stadt.

Ich hoffte daher inständig, daß Margret keinen Blödsinn veranstaltete.
Apropo Blödsinn: während der Fahrt zum Motel habe ich Frau P darüber in Kenntnis gesetzt, daß ich heute außer „nichts“ nichts mehr tun werde. Vielleicht noch etwas essen und endlich 10 Tage Bericht schreiben, ansonsten aber nada.
Ich war nämlich mies drauf. Die letzten Ziele waren alle umsonst angefahren und ich war deprimiert. Wollte den Tag eigentlich nur noch abhaken und ins Bett. 
         

Logisch, daß sie damit nicht einverstanden war. Wenn es nach ihr ginge, würden wir heute noch bis zum Hard Rock Cafe latschen, weil ihre Tochter eine Bestellung aufgegeben hatte. Aber soweit wollte ich heute auf keinen Fall mehr gehen. 

Laut Bewertungsportalen war unser Motel unterste Schublade. Laut. Alt. Hellhörig. Schmutzig. Abbruchreif.
WIR hingegen fanden es spitze. Unser Zimmer befand sich im 3. Stock und am weitesten von der Straße entfernt. Es war riesig, hatte bequeme Betten, ein sauberes Bad und perfekt für 2 Gratisübernachtungen. Hätten wir es nämlich auf die übliche Art gebucht, hätte es uns 196$ die Nacht gekostet. OHNE Tax.
Für mich betrugen die Kosten lediglich 20.000 Wyndham-Punkte. 

   

 

Nach dem Abendessen zogen wir allerdings doch noch einmal los und der Bericht mußte einen weiteren Tag warten. Ich sah es kommen, daß ich sämtliche Erlebnisse nach der Reise mühsam aus meinem Gedächtnis hervorkramen werde.

Weit sind wir nicht gelaufen.

Nur einmal die Lombard Street hoch. Bis dahin, wo man einen schönen Blick auf die Skyline der Stadt und zur Oakland Bay Bridge hat. Eine Cable Car haben wir abgewartet und sind gleich daraufhin zurück zum Motel und ins Bett gestiefelt.

Auf meine Frage hin, ob sie sich wie in einer der bekanntesten Städte der Welt fühlt, meinte Frau P: ich weiß nicht. Ich kenne sie ja nicht…


  

 

Gefahrene Meilen: 139,3

Motel: Travelodge by the Bay, SF,
           Lombard Street

           Parkgebühr 27,60$ für 2 Tage.

           Entgegen aller Bewertungen
           hatten wir ein schönes und
           ruhiges Zimmer.

           Nur was die Nachbarn anging,
           war es hellhörig.

Normalpreis wäre 196$ gewesen. Für EINE Nacht..

Zum Glück hatte ich Wyndhampunkte angehäuft.