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Margret, mein Navi, hatte zwar die Order, mich nach Page zu bringen, an der Straße entschied ich aber, dass noch genügend Zeit für einen Abstecher zum Marble Canyon war.
Ich hatte keine Ahnung, was mich da erwarten würde, und so war ich schon nach den ersten Kilometern überrascht, was meine Augen so alles einfingen.


Spontan entschied ich, dass hier entlang des Colorado Rivers für mich der Inbegriff des Südwestens zu finden war. Rote Steine, wohin man auch sah. Entlang der Straße und des Flusses grünte es und außer meines Autos und der Straße, sah man nichts, was auf die Besiedlung der Erde hindeutete.



Es war wunderschön hier. Ich hätte ewig so weiterfahren können.
Hinter jeder Biegung meinte man, daß gleich eine Horde Apachen auf ihren Pferden angeritten kommen müßten.

Also wenigstens eine Postkutsche konnte es schon sein. Es war wie im Film..

 

Am Colorado River angekommen, hatte man mal wieder zig Möglichkeiten, wo man sein Auto hinstellen konnte. Wenn es in den Staaten nichts gab, aber Parkplätze waren immer vorhanden.



Was ich die nächste halbe Stunde gemacht hab, lässt sich schwer beschreiben, denn viel war es nicht. Ich hab im Grunde einfach nur am Colorado gestanden und geguckt.

Mehr nicht.



Ich war mit der jetzigen Situation so sehr zufrieden, dass alles andere nur gestört hätte. Alles, in dieser halben Stunde war perfekt. Das sonnige Wetter, die leuchtende Landschaft, der farbige Fluß, das Rauschen des Wassers und das Geschrei der Schwalben über mir.

Manchmal versteh ich die Väter, die Sonntags ihre Söhne einpacken und zum Fischen fahren. Es ist Erholung pur.

Als ich zurück zum Auto lief, mußte ich vor mich hin lächeln, denn mir fiel ein, dass es doch tatsächlich Menschen gibt, die stundenlanges in den (Grand) Canyon klettern in Kauf nehmen, um dem Fluß nahe zu sein. Werd ich nie verstehen…



Die Fahrt nach Page war dann noch ein kleines Abenteuer. Als ich am Colorado River stand, war der Himmel strahlend blau. Jetzt jedoch, zog es wie heute Vormittag schon, ziemlich zu. Von allen Seiten kamen wieder die Gewitterwolken und sorgten für eine bizarre Stimmung. Gruselig.



Gott sei Dank regnete es immer nur da, wo ich gerade nicht war, so konnte ich ab und an anhalten und Fotos machen.


Ich war gespannt, von welcher Seite
sich das Wetter morgen zeigen würde,
denn ich hatte vor, noch einmal die CCR
zu fahren, was man bekanntlich NICHT
macht, wenn es regnen sollte.

Das Motel für die nächsten 2 Nächte
war das Rodeway Inn. Ich würde es als Durchschnittsmotel bezeichnen. Es war
so lala sauber und ruhig. Es gab also
keinen Grund zu klagen.

Den Mexikaner, der direkt nebenan war,
wollte ich morgen besuchen.




gefahrene Meilen: 222
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Motel: Rodeway Inn, Page
           gebucht auf "Choicehotels.com" für 61$ (incl. Tax)
Bewertung: geht so. Außen hui, innen...könnte man noch mal mit einem Lappen drüber gehen








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