Essen und Trinken:


Ein Thema, das geradezu nach einer eigenen Seite schreit.
Die Esskultur ist mit das Erste, was einem auffällt, wenn man den amerikanischen Boden betritt.
Kaum hat man den Flieger verlassen, sieht man dicke Menschen, die an irgendwelchen Fastfoodständen stehen oder sitzen oder sich sonstwo Essen hinter die Kiemen schieben.
Essen gehört in den Staaten fast schon zum Guten Ton. Entweder man atmet, schläft oder man ißt.

In Deutschland ist die Nahrungsaufnahme fest geregelt, so man den Medien glaubt. Morgens Marmeladen- oder Käsebrötchen oder Müsli an Mama's Küchentisch, mittags in der Kantine oder man holt sich schnell was im Supermarkt und abend kocht Mama oder man schmiert sich nen Brot, wenn man nicht gerade privilegiert ist und ins Restaurant geht.



Jetzt das Essverhalten des Durchschnittsamerikaners:

Gefrühstückt wird nicht nur zuhause oder auf Arbeit, sondern mindestens zu 80% auswärts. Frühstücken gehen ist amerkanische Tradition. An jeder Ecke findet man irgendeinen Diner oder ein Fastfoodlokal, daß Frühstück anbietet und ich geb es zu:
KEIN Urlaub ohne nicht mindestens 5 oder 6 mal schlechten Kaffee und Speck in Streifen gegessen zu haben.

Ok, es bringt einem der Leberverfettung und dem Herztod um einige Stunden näher, aber was solls? Man lebt schließlich nur einmal und nach spätestens 3 oder 4 Wochen sitzt man wieder an Mamas Küchentisch und schmiert sich Marmeladenbrötchen...

Lunch:

Dadurch, daß Lebensmittel im Vergleich zu Deutschland sehr sehr teuer sind, man aber günstiger kommt, wenn man Essen geht, wird es auch ausreichend praktiziert und so sieht das Durchschnittsmittagessen in etwa so aus:



Und am Abend geht man dann zur Abwechslung mal richtig essen. Ein Steak muß her. Oder ne Pizza.
Im Grunde gibt es aber den ganzen Tag nur ungesundes Zeug. Das Salatblatt und die Scheibe Tomate auf dem Burger oder am Tellerrand sind nur Alibis..

In den Staaten geht das mit dem Essen schon soweit, daß sogar auf Highways darauf hingewiesen wird, daß man schon seit Stunden hunger hat:


(es gibt nicht nur Food-Exit's, sondern auch Gas-Exit's und Lodging-Exit's)


Dadurch, das Essen gehen zum Alltag des US-Amerikaners gehört, legt er z.B. beim Diner am Abend auch keinen gesonderten Wert auf entsprechende Kleidung. In einem 2 oder 3-Sternelokal oder in einem guten Steakhouse sieht man so schonmal Leute sitzen, die aussehen, als kämen sie direkt von der Baustelle. In Deutschland würde man der Dame oder dem Herren vermutlich zeigen, wo der Ausgang ist, hier spielt es aber keine Rolle. Niemand würde sich am Aussehen eines jemanden stören.
Auch nicht am Anblick besonders dicker Menschen an den Fastfoodständen kurz hinter dem Ankunftgate. Und so schließt sich der Kreis...

Zum Thema "Trinken" muß man noch folgendes sagen:
Der US-Bürger mag es eisig. Nicht nur im Flieger oder in Häusern, sondern auch im Magen. Es gehört zum Standard, daß vor jedem Essen und dazwischen und danach Wasser mit 90% Eiswürfelanteil getrunken wird, was ich speziell furchtbar finde. Das kommt gleich nach Essen mit Chilis oder Jalapeños.
Sicher tun sie es aber aus dem Grund, daß die Geschmacksnerven betäubt werden, um das anstehende "gesunde" Essen besser runterzubekommen...

Alles in allem ist es also kein Wunder, daß Amerikaner in der Statistik direkt nach den Südseeinselbewohnern kommen.
Entweder man ist ein Fitnessjunkie oder das komplette Gegenteil.

Eins muß man den Amerikanern aber lassen:
Sie haben die besten Steaks der Welt !!!





Lebensmittel aus Supermärkten:


Brot ist labberig, komisch süß, Käse und Wurst muß nicht immer aus tierischen Produkten bestehen und es gibt Margarine zum sprühen.
Milch, Saft und Wasser wird gallonenweise verkauft und wer sich bei Safeway und Co als Member anmeldet (oder vor Ort), spart ordentlich Kohle.
Coffee to go eignet sich eher zum verkleben von aufgeplatzten Schweißnähten als zum trinken und eine gute Tafel Schokolade bekommt man nur in Europa...


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