Update Februar 2014: Thema Maut  und Sun Pass


On the Road...



Wer einmal in einem geländegängigen, riesigen, automatikgetriebenen, Sprit schluckenden Allradfahrzeug auf den Highways der USA unterwegs war, wünscht sich, daß sowas in Dt. auch möglich ist:
Fahren auf Straßen, auf denen keiner drängelt, weil man überall, dank "Mehrspurigkeit" überholen kann. Fahren auf Straßen, auf denen jeder die Geschwindigkeit einhält. Fahren auf Straßen, auf denen man am Horizont vielleicht einmal eine Kurve erkennt, fahren auf Straßen, die so einsam gelegen sind, daß man sich fragt: reicht das Benzin bis zum nächsten Ort?

In den USA, und vor allem im Westen, unterwegs zu sein, heißt:

                  blooooß keinen Streß !!!


Und sollte man doch mal nen Tacken zu schnell unterwegs sein, kann man fast sicher sein, das nächste, plötzlich hinter einem auftauchende, Blaulicht kommt bestimmt...

Hier noch ein paar Fakten:


– Höchstgeschwindigkeit: auf Highways 55–75 m.p.h.
                                         auf State Highways 55 m.p.h.
                                         in Ortschaften 25–30 m.p.h.
– Es herrscht Gurtpflicht.
– Schulbusse mit blinkender Warnanlage, die Kinder ein- und aussteigen lassen, dürfen nicht passiert werden. Das gilt auch für Fahrzeuge aus der Gegenrichtung!
– Rechtsabbiegen an roten Ampeln ist in allen US-Staaten außer in New York City erlaubt.(Ausnahme: Verkehrszeichen mit:  No Turn On Red.)
– Car Pool Lanes heißen Fahrspuren auf Interstate Highways, die nur von Bussen, Taxis und Autos mit mindestens zwei oder drei Insassen benutzt werden dürfen.
– Polizeikontrollen: Wenn sich ein Polizeiauto mit Blaulicht oder Sirene nähert, halten Sie an, stellen den Motor ab und öffnen das Wagenfenster und legen beide Hände aufs Lenkrad, damit die Cops sie sehen.
Sollten sich die Beamten in irgendeiner Art und Weise bedroht fühlen, werden sie nichts unversucht lassen, diese Gefahr "zu beseitigen"...
- Es besteht offiziell absolutes Alkoholverbot.
- Das Strafmaß bei Ordnungswidrigkeiten ist deutlich höher, als in Deutschland. Und wer meint, bei einem Ticket es nicht bezahlen zu müssen, irrt. Man sieht sich im Leben immer zweimal...

                                  
Verkehrszeichen:

              
1. Überholverbot  2. Stopstraße voraus   3. unterwegs auf Straße mit Geschwindigkeitsbegrenzung  
4. Einbahnstraße   5.  Einbahnstraße   6. alle 4 Straßen an der Kreuzung STOP: der als erster ankam, darf als erster wieder fahren 7. Behindertenparkplatz   8.  Kurve. Höchstgeschw. 25m.p.h.   9.  beschrankter Bahnübergang   
10. langsamere Fahrzeuge bitte rechte Spur benutzen    11.  falsche Richtung bei Autobahnauffahrt. Sofort umdrehen


         Scenic Roads und Byways:

 

Wer kennt sie nicht, die legendäre Route 66. Aber auch andere Straßen und Sträßchen des Landes sind sehenswert. So z.B. die UT12 zwischen Tropic und Torrey im Süden Utahs oder die A1A, die Küstenstraße in Florida oder den Kancamagus Scenic Byway in New Hampshire.

Alle diese Straßen führen durch Landstriche, die ihres Gleichen suchen und manchmal ist es gut, daß man in den USA überall überholen kann....UND WIRD.

Die beste Seite im Netz, mit allen Infos, die man über diese Straßen und Routen braucht, ist: http://www.byways.org/.

 


Noch etwas zum Thema Mietwagen und Straßen:
Alle Vermieter gestatten nur Fahrten auf "paved Roads". Bei Pannen oder Unfällen auf unbefestigten Straßen, muß der Mieter für alle Schäden SELBER aufkommen.
(Wie es jetzt bei einer Zufahrt zu einem Campground aussieht, weiß ich nicht).


                      Maut/Toll


Wer u.a. in Florida unterwegs ist, wird es bereits kennen oder wissen: es wird ständig irgendwo Maut verlangt.
Bei Mietwagenfirmen wird es so gehandhabt, daß man "Toll by Plates" nutzt.  Sobald man also an eine Mautstelle kommt, wird durch abfotografieren des Kennzeichens der Service aktiviert und man zahlt eine Gebühr plus die Maut. In Florida nennt sich das "Sunpass" und in Kalifornien "Tollpass".

Wieso Kalifornien?

Weil ab Anfang April 2013 die Barzahlung der Mautgebühr auf der Golden Gate Bridge abgeschafft wird. Zahlen kann man dort dann nur noch auf dreierlei Arten:

- man nutzt den Mietwagenservice "Toll by Plate" mit dem Tollpass
- man registriert sein Kennzeichen online und zahlt für die Überfahrten oder
  einen Zeitraum mit Kreditkarte
- man sucht sich eine Bezahlstelle und zahlt bar/mit Kreditkarte

Die Kosten bei ersterem belaufen sich bei Alamo, National und Hertz auf 2,95$/Tag plus Steuer plus die anfallenden Mautgebühren (6$ pro Überfahrt stadteinwärts bei der GGB) bzw höchstens 14,75$ plus Steuer plus Maut für den Anmietzeitraum.


Bei Dollar kostet es pro Tag 7,99$ oder 41,99$ pro Woche.

Man kann das ganze noch einmal genau hier nachlesen

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Noch ein Wort zum Thema "Sun Pass" für Florida:

Wenn man in einschlägigen Foren googlet, liest man immer so Sätze wie "nimm den Sun Pass" oder "buche den Sun Pass" dazu.
Diese Sätze lassen vermuten, daß es dabei um einen physischen Gegenstand handelt. Einen Vertrag, oder ein Transponder oder eine Plakette. Das ist falsch.

Bei einem Sun Pass handelt es sich lediglich um eine Einrichtung/Abkommen der Mietwagenfirmen mit dem Mautbetreiber. Wer einen Mietwagen bucht, hat automatisch die Erlaubnis, durch die Sun Pass Lanes auf den Mautstraßen zu fahren. Das Kennzeichen wird beim Durchfahren abfotografiert,

 


dem Mieter zugeordnet und die Gebühr von der KK abgezogen. Das wars.
Man bucht nichts hinzu. Man sagt nicht vorher Bescheid. Man nimmt IMMER (!) am Sun Pass Verfahren teil, sobald man das 1. Mal eine Mautstraße benutzt

Heute am 21.2.2014 hat Alamo meine einzige Mautbenutzung in Rechnung gestellt und es ist genauso, wie ich es in blau beschrieben hatte. Ich bin über die Sunshine Bridge südl. von Tampa gefahren, die 1,25$ Maut kostet. Plus Alamogebühr (2,95$) kostete es mich umgerechnet 3€. (4,20$)




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