Chicago.
Wobei ich bei Toronto schon dachte, größer ging nicht. Aber das hier war.. wow. Trotzdem war ich schneller in der Stadt und im Parkhaus, als ich dachte. Der Marathon schien schon seit Stunden beendet zu sein. Hier und da kamen mir noch nummerierte Teilnehmer entgegen und es lagen überall Flaschen und Bananenschalen rum, aber die Stadt war ansonsten wow.
Ich erwähne jetzt nicht, daß ich erstmal in die falsche Richtung lief. Ist schon so ne Sache mit der Himmelsrichtung und dem Stand der Sonne, wenn sie sich in allen Glasfronten spiegelt und man nicht weiß, was jetzt falsch und was echt ist.


Im Millenium Park war die Hölle los und ein Foto der „Bean“ ohne Menschen konnte ich vermutlich erst in 10 Stunden machen. Imposant war es trotzdem. Nur hatte ich nicht die Ruhe, die ich brauchte, um zu realisieren, daß ich es nach Jahren endlich geschafft hatte, dieses Wahrzeichen zu sehen.



Auch der Brunnen war imposant. Nur leider standen ringsherum jede Menge Absperrgitter und Millionen von Toilettenschachteln rum. Aber egal. Das Wetter war genial. Die Skyline sowieso. Die Sonne stand perfekt und parken kostete hoffentlich auch nur die 16$, die dranstanden.



17 Uhr stiefelte ich wieder zum Parkhaus und nahm mir vor, mir eines Tages länger Zeit für die Stadt zu nehmen und mir auch einen Wolkenkratzer zu suchen, auf den man fahren kann, um sich alles von oben anzusehen.


Auch diesmal dankte ich Ford, daß es in weiser Voraussicht ein Navi fest installiert hatte. Nur mit Margret wäre ich vermutlich jetzt noch unterwegs gewesen. Satelliten und Wolkenkratzer sind eben nicht miteinander kompatibel.
Leider konnte ich auf der Fahrt die von der tiefstehenden Sonne angestrahlte Skyline nicht knipsen, aber was ich im Rückspiegel sah, trieb mir fast die Tränen in die Augen. Man das war ein Anblick !!!

Bevor ich das Zimmer bezog, dachte ich, es wäre an der Zeit für meine erste Pizza auf der Reise und fragte Ford-Margret, ob sie einen Italiener kannte.
Kannte sie.
Aber das war wohl schon Jahre her.
Außer, daß ich wild in der Gegend rumfuhr, passierte nämlich nichts. Der Laden war schon länger dicht und ein anderer nicht in der Nähe.
Ich schnappte mir also einen der gepickten Äpfel und das letzte Blätterteigteilchen, was noch auf dem Rücksitz rumlungerte und machte mir einen letzten schönen Abend im Motelzimmer und packte das Auto aus und die Koffer für morgen ein.

Gewichtmäßig war immer noch Platz nach oben. Trotz 4 neuen Paar Schuhen und diversen anderen Krimskrams.



Montag, 9. Oktober

 

Halb 3 ging der Flieger nach Detroit.

Das war der letzte Satz, den ich am Ende der Reise notiert hatte und ich weiß wirklich nicht mehr, was zwischen dem Verlassen des Motels und der Ankunft zuhause alles so vorgefallen war, außer daß ich die Einfahrt zu Alamo verpasste und deswegen bei Hertz vorsprach und um Erlaubnis bat, einfach mal über deren Gelände zu fahren, um es erneut bei Alamo zu versuchen.


Der Rest wird gewesen sein wie immer.
Zu früh am Airport, kurzer Flug von ORD nach DTW, wieder viel zu lange Wartezeit bis zum Abheben des Nachtfluges nach Frankfurt und übermüdet irgendwann zu Hause angekommen.
Nee, kann mich beim besten Willen nicht erinnern, daß es was Spezielles gab.