Freitag, 12. Mai 2006                                         

              

Gleich früh morgens führte uns unser Weg nach Fresno. Es ist nicht weit gewesen, aber als Ausgangspunkt für den Sequoia NP war die Stadt durchaus in Ordnung. Gleich das 2. Motel auf unserer Suche war ein Volltreffer. Im ersteren sah Hühnchen 2 Kakerlaken hinter der Office-Tür und wir haben sofort kehrt gemacht. Spaßeshalber haben wir uns mal ein Zimmer angesehn. Wie riecht es in Zimmern, die seit 40 Jahren die gleichen Möbel, Teppiche und Gardinen sehen? bah...!!

Gleich daneben war das Valley Inn. 56,-$ wollten sie für eine Nacht für ein Zimmer mit 2 Betten. Aber dem derzeitigen $-Kurs akzeptabel. Und das beste: WLAN auf allen Zimmern, obwohl es nicht draußen dran stand. Nur eine kurze Stipvisite im Zimmer und auf ging es zum Sequoia Nationalpark.
Der Weg dahin führte uns durch endlosscheinende Obstplantagen, wo wir Wein, Zitronen, Kirschen und Orangenhaine sahen. Ob man da mal anhalten soll???



Irgendwann kamen wiedermal diese ewig langen Sepentinen, die kein Ende nehmen wollen. Immer höher schrauben sie sich. Die Gegend war wirklich wunderschön. Grün, bergig, und ab und an sahen wir einen kleinen Fluß. Idyllisch.

Da! Der erste Sequoia. Man, war der riesig. 

  

Leider war es der einzige innerhalb der nächsten 20-30km. Und immernoch Serpentinen. Sepentinen und dichter Wald. Nach jeder Kurve fragten wir uns, ob es in diesem Jahrhundert noch wird, daß wir ankommen. Man sagt zwar, der Weg ist das Ziel, aber wenn am Weg seit Stunden immer nur das gleiche zu sehen ist, dann...  Als wir zum Bryce Canyon, oder Zion, ja sogar im Arches war es so, gefahren sind, gab es an der Straße ein Schild: "Herzlich Willkommen im ...-Park" und man war da. Diesmal war es eine endlose Fahrerei. Ich hab das Gefühl, je größer die Parks werden um so weniger gibt es zu sehen. Der Sequoia Nationalpark heißt so, wegen der riesigen Bäume. Aber keiner sagt einem, daß diese Bäume, die der Besucher zu Gesicht bekommt, nur an einer winzigen Stelle stehen. Und diese winzige Stelle befindet sich zig Kilometer hinter dem Parkeingang. Nach dieser winzigen Stelle fährt man wieder "hunderte" Kilometer, bis man zum Ausgang des Park kommt. Und immer rechts, links, rechts, links, rechts, links...

Nach dem Visitorcenter kamen wir endlich am General Shermann an. Dieser Baum steht in einem Areal von ca. 20 bis 30 anderen Riesensequoias. Und mittendrin ein Parkplatz, der 20 Autos Platz bot. Von diesen Stellflächen waren mind. 7 oder 8 für Behinderte. Ok, eigentlich nichts besonderes, aber wenn diese Stellplätze doppelt so breit sind, wie normale, dann kann einen das schon ärgern. Ich frage mich, was die dort im Sommer machen, wenn auf dem Platz 100m Stellfläche sind und keiner darf sich hinstellen. Wir haben es trotzdem getan. Wer soll das schon kontrollieren??? Hätten wir gewartet, bis ein normaler frei wurde, würden wir heute  noch da stehn.



Was die Bäume angeht: gigantisch.

 

Ein anderes Wort fällt mir nicht ein. Etwas besonderes hatte der Rundkurs aber noch. Durch die noch anhaltende Schneeschmelze waren auf Teilen des Weges kleine Rinnsale. Und in diesem Wasser sah man: G O L D

Uns selber wäre es gar nicht aufgefallen. Erst als wir einen Touristen schief angesehen hatten, weil er mit einigen anderen im Wasser wühlte, haben wir erfahren, daß sich darin Gold befindet. Leider waren die Stückchen so klein, daß es sich nicht gelohnt hätte, eine Mine zu eröffnen. Aber ein Gläschen voll von diesem Sand-Goldgemisch wäre sicher ein nettes Andenken. Aber no Glass - no Sand



Nach unzähligen Fotos sind wir weiter Richtung Süden gefahren. Unsere Tankanzeige machte uns Sorgen. Irgendwie zeigte sie uns einen bald leeren Tank an. Also haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Die Bäume sind sehenswert, was mir allerdings nicht gefallen hat, war die Tatsache, daß man sich ewig lange hochschraubt und dann 5 Bäume sieht und sich auf der anderen Seite wieder 50km runterschraubt. Das kann einen ganz schön fertig machen. Aber das schrieb ich einige Zeilen weiter vorn ja schon einmal.



Die letzten Meilen den Nationalpark herunter hatten wir einige wunderschöne Ausblicke auf das Tal, durch den sich ein wirklich reißender Strom schlängelte. Und rings um diesen Fluß, übrigens hieß er South Fork Kaweah River, grünte und blühte es in allen Farben. Besonders schön waren die bis zu 2m in die Höhe ragenden weißen Blüten einer Agaven-Kaktuspflanze anzusehn. Diese Blütenzipfelchen ragten gut verteilt alle paar Meter aus dem Tal heraus. Es sah richtig süß aus.

  



Nach einigen Stops talwärts, um den Fluß und die dahinterliegenden Berge zu knipsen, kamen wir wieder im Obstvalley an.
Alle Gesetzeshüter und Obstbauern mögen jetzt bitte die kommenden 2 Absätze überspringen, denn wir haben unterwegs etwas getan, was.... nunja.... eigentlich.... wenn mans so will niemandem weh tat, aber trotzdem.... leicht illegal war.



An einer Orangenplantage konnte es sich Hühnchen nicht verkneifen, anzuhalten, aus dem Auto zu springen und eine Orange mitgehen zu lassen. Wie sagt man so schön? Selbstgekl... ääähm  gepflücktes schmeckt am besten?
Sie war aber auch lecker, zuckersüß und saftig. Man hätte eine ganze Packung O-Saft nur aus dieser Apfelsine pressen können.
Den Abend verbrachten wir damit, Bericht zu schreiben, emails zu lesen und sie zu beantworten.



Morgen haben wir es nicht weit. Nur ca.45 Meilen. Denn das nächste Ziel ist der Yosemite NP



Gefahrene Meilen: 255



Samstag, 13. Mai 2006                              


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Wie jeden Morgen war ich als erste munter. Hühnchen hab ich noch etwas schlafen lassen. In der Zeit hab ich Kaffeewasser angesetzt und etwas im Internet gesurft.

Unser Ziel heute war Oakhurst. Im Couponguide hab ich ein Zimmer für 55$ +Tax ausfindig gemacht. Für Yosemiteverhältnisse fast geschenkt. Auf dem Weg dahin sagte ich zu Hühnchen: "Eigentlich ist es wiedermal Zeit für ein paar "No Vacancy" -Schilder.
Autsch!!!

Aber ich sollte Recht behalten. Ganz Oakhurst war ausgebucht. Hühnchens Kommentar: "Wenn wir wieder in die Staaten fahren, dann buchen wir alle Motels schon vorher!!!"

Eigentlich gab es danach nur noch einen Alternative. Mariposa.

Supi, ein BW für 70$ + Tax. Nehmen wir. Außerdem ist Best Western dafür bekannt, Internet zu haben. Aber wieso soll an einem Tag alles glatt laufen? Alles, was an Empfang da war, war eine dünne Leitung, die es nur erlaubte, emails zu bekommen. Schreiben und im Inet surfen war unmöglich. Irgendwas mit doing connecting. Sogar an der Reception. Ich werde sowas nie verstehen. Werden die in Mariposa nur Stundenweise mit Infos beliefert? Ist schon ein armer Staat, diese USA.

Es war noch früh am Tag und wir überlegten,was wir den Rest davon noch anstellen sollten. Man hätte ja nen kurzen Abstecher ins Valley machen können, aber wieder hat der Herrgott uns quasi wörtlich "Steine in den Weg" gelegt. Auf der #140 gab es einen Erdrutsch. Und auf einen langen Umweg hatten wir keine Lust. An der Reception lagen Fotos davon und ein Zettel mit dem Hinweis, daß die Straße von 6-8 Uhr morgens und von 16-17 Uhr abends geöffnet wird. OK, fahren wir eben morgen früh 6 Uhr los und haben somit den ganzen Tag Zeit, uns das Yosemite Valley anzusehn.

Und was war mit heute?

Mariposa liegt an der #49. Die Straße hat die Nr., weil sie nach dem Jahr 1849 benannt ist: die Zeit der Goldfunde in dieser Gegend und nördlich von hier. Das Land wird auch

Goldcount(r)y genannt.


Wir haben uns ins Auto gesetzt und sind nach Norden gefahren. Schöne Landschaft. Schöne Berge. Schöne glasklare und blaue Seen. Und: endlose Serpentinen. Die waren auf der Karte gar nicht eingezeichnet. Irgendwann nach Meile 40 ist Hühnchen eingeschlafen. Irgendwie hat sie das ewige rechts rum, links rum, hoch und runter nicht vertragen. In Sonora hab ich dann stillschweigend umgedreht und bin zurück zum Motel gefahren. Sie schlief immernoch. Fazit: Außer 20 Liter Sprit verfahren, war nichts gewesen. Die eigentliche Touristenroute lag nämlich noch einige Meilen weiter nördlich. Aber da wir auf der Strecke zum Lake Tahoe eh wieder hier lang müssen (Hühnchens Magen läßt grüßen), war es nicht so schlimm.                    

Nach erneuten 40 Meilen des auf und ab und rechts und linksrum, kamen wir wieder im Motel an. Als es ihr, bzw. ihrem Kopf und Bauch, wieder besser ging, haben wir einen Supermarkt gesucht und sie war noch schnell bei Burger King.

Wie sagte sie? "6 Leute hinter dem Tresen und keiner wußte, was der andere tat. Wir waren 2 Kunden. An meiner Tüte Fishmac waren 4 Leute beteiligt. Einer hat die Bestellung aufgenommen, einer hat die Kasse bedient, einer hat die Tüte fertig gemacht und der 4. hat die Tüte dem anderen Kunden gegeben. "Ne ne ne Leute, soooo nicht. Nicht mit mir!!! Thats my!" Und die ganze Prozedur dauerte ne knappe viertel Stunde" Hier merkte man wieder, daß es in Amiland keine Ausbildung gibt. Entweder Studierte oder Anfänger. Jeder Depp wird eingestellt.

Irgendwie mußten wir noch das Problem mit dem Internet lösen. Wir haben also emails vorgeschrieben und sind dann mit unserem Notebook durch die Straßen gefahren und haben Netz gesucht. Leider ohne Erfolg. Das einzigste offene verlangte ein Paßwort, welches wir natürlich nicht hatten. Tja, dann müssen eben die lieben Daheimgebliebenen ohne updates auskommen.

Weil wir morgen zeitig zum Valley wollten, hab ich den Wecker auf 5:45 Uhr gestellt und wir sind 22 Uhr in die Betten gekrochen.

Gute Nacht.

 

Gefahrene Meilen: 239


Sonntag, 14. Mai 2006                              

   

  
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Also ICH kam leicht aus dem Bett...

Halb 7 waren wir auf der 140 unterwegs. Geradewegs in den Yosemite NP. Eine schöne Strecke. Immer entlang eines Flußes und rechts neben uns steile Abhänge. Zwischendrin dann die Anzeigentafel, auf der stand: Road 140 closed in 10 min

Egal, wir waren auf der Straße und fuhren gemütlich unseren Weg. Einige Autos kamen uns mit Lichthupe entgegen. Was wollten die? Meinten die uns?

Ja, meinten sie, denn nach 20 Meilen war Schluß mit lustig. Es gab erneut ein "Emergancy und Slide" Sorry, you turn around. Na Klasse. Den ganzen Weg wieder zurück und den Umweg über Oakhurst fahren. Das kostet uns ne ganze Stunde.

Aber was tut man nicht alles...

Auch hier ging es wieder über Serpentinen ins Valley. Allerdings waren sie nicht ganz so kurvig und steil, wie die gestern auf der 49 nach Norden.

Nach ca. 30 Meilen kamen wir endlich im Tal an.


ich liebe Sensorflecken..

Man merkte sofort, daß der Yosemite ein Touristenmagnet ist. Autos über Autos. Wie mag das hier erst im Sommer sein? Wir waren noch gar nicht richtig im Valley, sind uns die riesigen Wasserfälle aufgefallen. Es ist doch manchmal von Vorteil, wenn man zeitig im Jahr Urlaub macht. Wir konnten uns gar nicht satt sehen.


Es gibt einen bekannten Aussichtspunkt, für den man aber zum Glacier Point fahren muß. Leider war diese Straße noch gesperrt. Aber wir haben auch so genug gesehn. Auch von der Zufahrtsstraße zum Valley hat man einen wunderbaren Blick ins Tal und auf den Half Dome. 


Was uns sofort auffiel, war, daß es hier jede Menge verwinkelte Straßen, die meist nur in eine Richtung gingen, gab. Parkplätze hier und dort, alles mehr oder weniger übersichtlich. Ich würd sagen, eher weniger.  Wir haben uns dann ein schattiges Plätzchen unter einer Kiefer gesucht und sind dann Richtung Visitor Center losmarschiert. Die Ausschilderung war köstlich. Erst schickten sie uns Richtung Osten, dann machte der Weg einen Bogen und wir mußten Richtung Westen. Warum nicht auf dem direkten Weg???

  

Wieder haben wir durch diese fantastische Organisation wertvolle Zeit verloren. Eigentlich sagt man ja, daß man im Urlaub jede Menge Zeit hat, aber wenn einem die Sonne auf den Rücken brennt, dann kann so eine Suche schon zur Tortur werden. Wir befanden uns in einer Höhe von 6000ft, was in etwa 2000m entspricht. Da erwartet man eigentlich keine hochsommerlichen Temperaturen. Also wieder etwas für meine zukünftige Reise gelernt. Als ich 2004 in den Rockys unterwegs war, auch Ende Mai, lag in dieser Höhe noch meterhoch der Schnee. Aber wie sich das alles ändern kann. Kalifornien ist eben nicht Colorado....


Endlich stand es vor uns: das Visitor Center. Diese Einrichtung war immer das erste, was wir ansteuerten, wenn wir in einen Park kamen. Schon allein, um sich Ansichtskarten auszusuchen. Aber irgendwie hatten sie nichts richtiges. Im Shop haben wir uns noch eine Flasche Wasser gekauft, weil wir selbstverständlich alle Getränke am Tag zuvor aus dem Auto geräumt hatten.  Dann ging es los. Ich wollte unbedingt zum Mirrorlake. Die Fotos, die man im Internet findet, haben mich neugierig gemacht. Und laut Info war es nicht weit.


Das Problem waren allerdings wieder die "extrem häufig" anzutreffenden Hinweisschilder, die einem genau sagten, wo man war und wohin der Weg uns führen wird. Alles, was wir nämlich fanden, waren Schilder mit Visitor Center -> und Exit <- Nirgends auch nur EIN Schild, von wegen welcher Weg wohin geht und wo er anfängt. Wir sind einfach der Nase nach und nach 300m haben wir endlich einen Hinweis gefunden. Was nicht so schön war, waren die zig Fahrradfahrer, die einem ständig vom Weg gescheucht haben.

Aber eins muß man dem Tal lassen: es war gigantisch.

  

Am Ende des Tages hab ich wieder 170 Fotos mein Eigen nennen können.
Der Weg zum Mirrorlake führte an einem Fluß entlang, der sehr viel und schnelles Wasser führte. Der Fluß im Vordergrund, die Berge und steilen Felswände im Hintergrund ergaben ein wunderschönes Motiv. Am liebsten hätte ich mich irgendwo in den Schatten geschmissen und wäre nie wieder aufgestanden. Ein Touri war besonders mutig. An einer Stelle, an der sich das Wasser sammelte, ging er baden. Ich hab mal meinen kleinen Finger ins Wasser gehalten. Mich würden in das Eiswasser keine 10 Pferde bringen. Aber in Amerika wimmelt es nunmal von Verrückten.
Leider mußte ich ein paar Meter weiter doch noch ins Wasser. Meine Flasche Wasser hat den Abgang gemacht. Also hieß es: entweder du hinterläßt der Natur deinen Müll oder du springst wagemutig hinterher. Was blieb mir also anderes übrig, als meine warmen Schuhe und sehr warmen Socken auszuziehen und...   *Zeh reinhalt* iiiiiiiiiiiiiiih, war das kalt!!! Augen zu und durch. Zum Glück blieb die Flasche in Ufernähe. Also drei vier Schritte und ich hatte meine Flasche wieder. Und nun nichts wie wieder raus. Huiiiiiiiiiiiii Eisfüß' Aber schon lustig sowas.
       


Je näher wir dem Mirrorlake kamen um so mehr Touris versperrten einem die Sicht und den Weg. Und dann immer diese plärrenden Kinder dazwischen. Was zig Mio. Amerikaner jede Sommerferien hier her zieht, bleibt mir ein Rätsel. Denn mit Beginn der Ferien muß der Lautstärkepegel ins unermäßliche steigen. Warum können die Leute nicht einfach leise sein und sich an der Natur freuen? Muß man immer schreien???

Leider war der See nicht so, wie ich ihn auf Bildern sah. Also nicht, daß er hässlich war, aber das Spiegelbild war reichlich verzerrt. Lag es am Wind oder am Pegel?
Auf dem Rückweg hab ich dann auch noch meine Sonnenbrille wiedergefunden, die ich auf einem Stein hatte liegen lassen. Alle Achtung, das hätte ich nicht erwartet. Aber sie hatte sich keinen mm bewegt.

Hühnchen und ich waren durch den asphaltierten Weg und durch die extreme Hitze total geschafft und wollten nur noch heim. Allerdings hatte jemand ersteinmal etwas anderes mit uns vor. Wie schon zu Anfang geschrieben, war die Ausschilderung hier mehr als dürftig und ungenau. Und das Resultat: Wo stand jetzt gleich nochmal unser Auto???

Wir wußten, daß es irgendwo südlich, oder war es doch der Westen???, des VC's war. War das Tal wirklich SO groß? Nach einer knappen Stunde haben wir es endlich wiedergefunden. Wir wollten uns schon unter einen großen Baum setzen und weinen.
Autotüren auf, hinsetzen, Schuhe aus, Socken aus und.... aaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhh..... herrlich. Man konnte förmlich den Seufzer der Füße hören.



Jetzt nichts wie weg hier. Raus aus dem Park. Nach hause. Unter die eiskalte Dusche.
Unterwegs mußten wir noch einen Fahrerwechsel machen, weil mich die Müdigkeit übermannte. Und bevor es ungewollt einen Abgrund runtergeht....

In Oakhurst haben wir noch nach Internet gesucht und auch sofort gefunden. Illegal reingehackt und mails abgerufen und geschrieben. Wenn es doch immer so einfach ginge. Wir hofften auch, daß es diesmal in unserem Motel Empfang gibt. Denn es geht ja nicht an: ein BW und kein Netz.

Kurz vor Mariposa mußten wir nochmal anhalten, weil Schulze unbedingt ein Foto von einer langen Reihe Briefkästen machen mußte. Und wie es der Zufall so wollte, just in dem Moment kommt wieder einer dieser berühmten Streifenwagen angefahren und fragt mich, als ich schon 100m von unserem Auto weg war, ob ich ein Problem hab. Mein erster Gedanke: hoffentlich halten sie nicht bei Hühnchen an und fragen sie das gleiche. Ich bin dann nämlich viel zu weit weg um die Situation zu retten. Aber ich konnte die Damen und Herren Officer davon überzeugen, daß ich nur ein Foto machen möchte. Vor lauter Schreck hab ich deutsch gesprochen. Bloß gut, daß "Foto" ein internationales Wort ist.



Gegen Abend bin ich mit meinem Notebook wieder auf Wanderschaft gegangen und habe versucht, die wenigen Wellen einzufangen, die in Mariposa kreisten. Und siehe da, wir haben Netz. Also, zurück ins Zimmer, Hühnchen geschnappt und ab in die Lobby. Dort haben wir dann den restlichen Abend verbracht. Zu uns gesellten sich dann noch 2 Päärchen aus Holland bzw. Deutschland, die ebenfalls mit dem NB zu schaffen hatten. Wir haben uns eine Zeit lang nett unterhalten. Sie kamen gerade aus San Francisco und haben etwas erzählt. Für heute waren in der Stadt 31° gemeldet. Hörte denn die Hitze nie auf ???

0.00 Uhr sind wir dann müde ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen.


Motel: Best Western, Mariposa
Gefahrene Meilen: 136


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